| Literature DB >> 35194327 |
C Benk1, G Trummer1, J-S Pooth1, C Scherer1, F Beyersdorf1.
Abstract
BACKGROUND: The incidence and mortality of acute cardiovascular arrest have been consistently high for decades.Entities:
Keywords: CPR; Extracorporeal circulation; Ischemia/reperfusion injury; Reperfusion; Resuscitation
Year: 2022 PMID: 35194327 PMCID: PMC8856600 DOI: 10.1007/s00398-022-00491-0
Source DB: PubMed Journal: Z Herz Thorax Gefasschir ISSN: 0930-9225

| Parameter/Zielwert | Beschreibung/Rationale |
|---|---|
| Pulsatilität | Die Pulsation erhöht die hämodynamische Kraft zur Wiederöffnung von Kapillarstromgebieten |
| Blutfluss und Blutdruck | Der Perfusionsdruck während einer CARL-Therapie korrespondiert mit einem Perfusionsfluss (Pumpenminutenvolumen) und einem Blutfluss, der annähernd den Verhältnissen in einem gesunden Organismus entspricht |
Hypothermie (Venöse Bluttemperatur) | Die Organschädigung nach Herz-Kreislauf-Stillstand lässt sich auch über ein Abkühlen des Körpers eindämmen, denn Kälte verlangsamt den Zellstoffwechsel, drosselt den Sauerstoffbedarf und senkt den zellulären Energieverbrauch |
| Parameter/Zielwert | Beschreibung/Rationale |
|---|---|
Sauerstoff (paO2) | Das Patientenblut wird mit einem Luftgemisch aus Atemluft und Sauerstoff (Sauerstoffgehalt 21–100 %) angereichert, um die Bildung von Sauerstoffradikalen zu limitieren (normoxische Reperfusionsstrategie) |
Kohlendioxid (paCO2) | Die CARL-Therapie setzt initial auf eine vorsichtige, über den CO2-Gehalt gesteuerte Blutpufferung (pH-stat-Strategie), da der sofortige Ausgleich der Übersäuerung (z. B. durch Puffer) den ohnehin gestörten Zellstoffwechsel weiter überlasten würde. Im Verlauf einer milden Acidose können die Zellen dagegen schrittweise Substrate aufnehmen (reduzierte metabolische Aktivität in der Phase des Substratmangels) und Voraussetzungen für Reparaturprozesse schaffen |
| Osmolarität im Blutserum | Das Blut wird in der ersten Phase der CARL-Therapie mithilfe osmoaktiver Substanzen (Natrium, Humanalbumin, Mannitol) auf einen hyperosmolaren Wert gebracht. Dieser Ansatz wirkt der Bildung von Hirnödemen entgegen, indem er die Wasserbindekraft des Blutes erhöht. Dem Zellgewebe wird infolgedessen Wasser entzogen, was das Abschwellen der Gefäßendothelien begünstigt |
| Kalium | Um den Sinusrhythmus wiederherzustellen und den Sauerstoffverbrauch im Myokard zu minimieren, wird das Herz ggf. vorübergehend mithilfe einer Kaliumlösung pharmakologisch stillgestellt (sekundäre Kardioplegie) |
Kalzium (ionisiertes Kalzium) | Der unkontrollierte Kalziumeinstrom in die ischämische Zelle befördert die Bildung von Hirnödemen, deshalb wird der Kalziumgehalt zu Beginn der CARL-Therapie mithilfe von Zitrat abgesenkt |
| Natrium | Der ischämie-/reperfusionsbedingt unphysiologische Gehalt an Natriumionen in der Zelle und im Gewebe begünstigt die Ausbildung von Ödemen. Zur Eindämmung des Ischämie‑/Reperfusionsschadens werden deshalb Natriumionen in Form von Kochsalzlösung zugeführt |
| Arterieller pH-Wert | Die pH-stat-Strategie dient der Reduktion der metabolischen Aktivität während des Substratdefizits |

| Option | CARL | eCPR | CPR |
|---|---|---|---|
| Venoarterielle Perfusion und Oxygenierung | ✔ | ✔ | (✔) |
| Hoher arterieller Perfusionsdruck | ✔ | – | – |
| Pulsatiler arterieller Blutfluss | ✔ | – | – |
| Hoher arterieller Blutfluss | ✔ | – | – |
| Sofortige Hypothermie | ✔ | – | – |
| Kontinuierliche BGA (venös und arteriell) | ✔ | – | – |
| Kontrollierte Oxygenierung | ✔ | – | – |
| Hypokalzämie | ✔ | – | – |
| Hyperkaliämie | ✔ | – | – |
| Hyperosmolarität | ✔ | – | – |