| Literature DB >> 35133463 |
Abstract
Clinical risk management supports healthcare workers in recognizing, reducing, and managing risks in patient care. It is mandatory for all outpatient and inpatient facilities in the German healthcare system. The contents of the clinical risk management are regulated in the Social Code (Title 5), the guidelines of the Federal Joint Committee, the Patients' Rights Act, and the norms and recommendations of the Patient Safety Alliance. The Federal Joint Committee explicitly points out that minimum standards of risk management, error management, error reporting systems, complaint management in hospitals, and the use of checklists for surgical interventions must be implemented.The legislator requires that the effectiveness of the clinical risk management be checked regularly. Questionnaire surveys on clinical risk management in Germany show an overall positive development. However, the data are not sufficient for a comprehensive assessment. Methodologically reliable procedures should therefore be developed that check the status of the clinical risk management much more frequently and regularly. The data measuring structure, process, and outcome should be collected systematically and presented in a comparative manner in relation to the facilities.Opportunities for clinical risk management arise from the World Health Organization's Global Action Safety Plan, advances in digitization, the integration of clinical risk management into organizational risk management, and the improvement of structural quality. Clinical risk management must be given even more space in the daily routine of doctors and nurses. This requires competence and human resources in this area. These are not sufficiently available in German hospitals.Entities:
Keywords: Digitization; Morbidity and mortality conference; Patient safety; Peer review; Quality management
Mesh:
Year: 2022 PMID: 35133463 PMCID: PMC8888368 DOI: 10.1007/s00103-022-03491-5
Source DB: PubMed Journal: Bundesgesundheitsblatt Gesundheitsforschung Gesundheitsschutz ISSN: 1436-9990 Impact factor: 1.513
| Die Anzahl der Krankenhäuser mit Zertifizierung war rückläufig |
| Es wurden häufiger strategische Ziele für das kRM formuliert |
| Die Verantwortlichkeiten im kRM waren häufiger klar definiert, dokumentiert und zugeordnet |
| Fortbildungsmaßnahmen wurden intensiviert |
| Das kRM war häufiger Thema bei Sitzungen der Krankenhausleitung |
| Die Transparenz für Patient:innen bei Fehlern und kritischen Ereignissen wurde verbessert |
| Beratung war vor allem noch bei der Einführung von CIRS und kRM-Prozess nötig |
| Fallkonferenzen waren mehr zur Routine geworden. Bei Morbiditäts- und Mortalitätskonferenzen gab es Fortschritte in der Systematik |
| Das Beschwerdemanagement wurde fast überall systematisch zur Risikoidentifikation genutzt |
| Die systematische Analyse von Kennzahlen war weitverbreitet |
| Die direkte Beobachtung klinischer Abläufe gehörte in fast allen Einrichtungen zur Routine |
| Die Auswertung von Patient:innenschadensfällen war in das kRM integriert |
| Mitarbeiter:innenbefragungen waren eher weniger verbreitet |
| CIRS war in fast allen Krankenhäusern implementiert |
| Das einrichtungsübergreifende CIRS wurde genutzt |
| Fast alle Krankenhäuser definierten kritische Ereignisse, die gemeldet werden sollen |
| Schulungen und zeitnahes Feedback zu Berichten hatten sich verbessert |
| Die Analyse von CIRS-Berichten inklusive Maßnahmenmanagement hatte sich verbessert |
| Fortschritte gab es bei: Patient:innenidentifikation, MRSA-Screening, Sturz-Assessment, Nutzung perioperativer Checklisten, Umsetzung eines systematischen Entlassungsmanagements |
| Das Simulatortraining wird im Vergleich zu anderen Instrumenten als weniger relevant betrachtet |
| Nosokomiale Infektionen wurden mit 93 % auch 2015 fast flächendeckend überwacht |
| Die Relevanz des Fortbildungsbedarfs zum kRM-Prozess wurde als gleich hoch bewertet |
| Die Schwerpunktthemen lagen immer noch an den Schnittstellen (z. B. Arzneimitteltherapie) |
| Das einrichtungsübergreifende CIRS war noch ohne Einfluss auf das Lernen in den Organisationen |
CIRS Critical Incident Reporting System, MRSA methicillinresistenter Staphylococcus aureus
| Nr. | Hauptindikatoren |
|---|---|
| I | Tägliche multiprofessionelle und interdisziplinäre Visite mit Dokumentation von Tageszielen |
| II | Management von Sedierung, Analgesie und Delir |
| III | Patient:innenadaptierte Beatmung |
| IV | Frühzeitige Entwöhnung von einer invasiven Beatmung (Weaning) |
| V | Überwachung der Maßnahmen zur Infektionsprävention |
| VI | Maßnahmen zum Infektionsmanagement |
| VII | Frühe enterale Ernährung |
| VIII | Dokumentation einer strukturierten Patient:innen- und Angehörigenkommunikation |
| IX | Frühmobilisation |
| X | Leitung der Intensivstation |
| Nr. | Strategische Ziele |
|---|---|
| 1 | Die Eliminierung aller vermeidbaren Patient:innenschäden muss überall zu einer Geisteshaltung und zu einem Grundsatz für die Planung und Durchführung der Gesundheitsversorgung werden |
| 2 | Aufbau hochzuverlässiger Gesundheitssysteme und -organisationen, die Patient:innen täglich vor Schaden bewahren |
| 3 | Gewährleistung der Sicherheit aller klinischen Prozesse |
| 4 | Einbindung und Befähigung von Patient:innen und deren Familien, um den Weg zu einer sichereren Gesundheitsversorgung zu erleichtern und zu unterstützen |
| 5 | Inspiration, Ausbildung, Qualifizierung und Schutz aller Beschäftigten des Gesundheitswesens, damit diese zur Gestaltung und Umsetzung sicherer Versorgungssysteme beitragen können |
| 6 | Gewährleistung eines ständigen Informations- und Wissensflusses, um die Risikominderung, die Verringerung vermeidbarer Schäden und die Verbesserung der Sicherheit in der Versorgung zu fördern |
| 7 | Entwicklung und Aufrechterhaltung von sektorübergreifenden und multinationalen Synergien, Partnerschaften und Solidarität zur Verbesserung der Patient:innensicherheit und der Qualität der Versorgung |