| Literature DB >> 35107588 |
Jennifer Engler1, Dania Schütze2, Michaela Hach3, Cornelia Ploeger2, Fabian Engler2, Antje Erler2.
Abstract
BACKGROUND AND AIM: Children and adolescents with life-limiting conditions and complex symptoms are eligible for specialized outpatient palliative care (SOPC). The SOPC guideline in Germany solely states: "The special needs of children and adolescents shall be considered." This study aims to identify these special needs and to develop recommendations for a revision of the SOPC guideline.Entities:
Keywords: Children and adolescents; Health care structures; Life-limiting conditions; Pediatrics; Specialized outpatient palliative care
Mesh:
Year: 2022 PMID: 35107588 PMCID: PMC8888490 DOI: 10.1007/s00103-022-03500-7
Source DB: PubMed Journal: Bundesgesundheitsblatt Gesundheitsforschung Gesundheitsschutz ISSN: 1436-9990 Impact factor: 1.513

| Datenerhebung | Teilnehmer*innen | Auswertungsstrategie |
|---|---|---|
| Fragebogen zur Einschätzung der derzeitigen Versorgungssituation in der SAPV-KJ (sprachlich an die jeweilige Teilnehmer*innengruppe angepasst) | 41 Leistungserbringer*innen (SAPV-KJ und Kooperationspartner*innen) 28 Angehörige über 18 Jahre 6 Angehörige unter 18 Jahre 2 Patient*innen | Die Daten wurden mittels des Statistikprogramms SPSS 25 deskriptiv hinsichtlich der Häufigkeiten der jeweiligen Antwortkategorien ausgewertet |
| Narrative Interviews [ | 9 Interviews mit 13 Angehörigen lebenslimitierend erkrankter Kinder, die in der SAPV-KJ versorgt werden oder wurden (9 Mütter, 4 Väter) | Alle Interviews wurden in einem Team von 3 in qualitativen Methoden ausgebildeten Forscher*innen fallspezifisch und fallübergreifend analysiert. Jeder Fall wurde mit dem Ziel des ständigen Vergleichs in 6 Schritten analysiert 1. Offenes Codieren: Das Interview wurde induktiv im Detail codiert, unterstützt durch die Software MAXQDA [ 2. Axiales Codieren: Die entwickelten Codes wurden zu breiteren Kategorien und Konzepten zusammengefasst und diese wurden mit Kategorien und Konzepten aus früheren Fällen verglichen und zusammengeführt 3. Memos: Überlegungen, Zusammenhänge und Fragen, die sich aus dem offenen und axialen Codieren ergaben, wurden in Memos festgehalten 4. Codierparadigma: Es wurde eine Mindmap erstellt, die auf dem Codierparadigma der Grounded Theory basiert 5. Fallbericht: Ein Fallbericht, der die Schritte 1–4 sowie grundlegende Informationen über die Familiensituation und den Gesundheitszustand des Kindes oder Jugendlichen zusammenfasst wurde verfasst 6. Mindmap: Auf der Basis der vorangegangenen Schritte wurde eine Mindmap erstellt, die die Hauptkonzepte und Kategorien des Falls, die Zusammenhänge zwischen diesen Konzepten und Verbindungen zu anderen Fällen darstellt Nachdem die Schritte 1 bis 6 für jeden Fall durchgeführt wurden, wurde eine umfassende Ergebnismap erstellt, die alle fallübergreifend relevanten Konzepte umfasst |
| Teilnehmende Beobachtungen | Begleitung der 3 hessischen SAPV-KJ-Teams bei 8 Hausbesuchen (bei 8 verschiedenen Familien) | Während der teilnehmenden Beobachtungen wurden Feldnotizen angefertigt, die später zu Beobachtungsprotokollen ausgearbeitet wurden. 2 Forscherinnen analysierten die Beobachtungsprotokolle induktiv im Hinblick auf die Versorgungspraktiken der SAPV-KJ-Teammitglieder in der Zusammenarbeit mit den Eltern. Die Forscherinnen codierten das Material mit Unterstützung der Software MAXQDA [ |
| Leitfadengestützte Telefoninterviews | 28 Interviews (16 Pflegekräfte, 12 Ärzt*innen) mit 14 Personen aus SAPV-KJ-Teams und 14 Personen aus Teams der Erwachsenen-SAPV | Es erfolgte eine Auswertung der Interviews durch 3 Projektmitarbeiterinnen. Zunächst wurden deduktiv Oberkategorien aus den Themen des Leitfadens abgeleitet, die dann im Laufe der Auswertung durch induktive Kategorien ergänzt wurden. In einem iterativen Prozess wurden die Codes und Codierungen verglichen, diskutiert, zu einem gemeinsamen Codesystem zusammengeführt und auf das gesamte Material angewendet. In der finalen Auswertung wurden die Interviews schließlich nach SAPV-KJ und SAPV für Erwachsene gruppiert und kontrastiert. 2 Forscherinnen arbeiteten dabei heraus, welche Unterschiede sich in den Ausprägungen der einzelnen Kategorien in den beiden Gruppen zeigen |
| Fokusgruppendiskussionen | 3 Fokusgruppendiskussionen (11 Pflegekräfte, 8 Ärzt*innen) mit insgesamt 19 Personen aus Erwachsenen-SAPV und SAPV-KJ | Die Auswertung erfolgte durch 3 Projektmitarbeiterinnen. Ausgehend von der Forschungsfrage wurde das Datenmaterial in einem induktiven Prozess mit Unterstützung der Software MAXQDA [ |
| Expertenworkshop | 28 Leistungserbringer*innen (21 Leistungserbringer*innen aus Teams der Erwachsenen-SAPV, 7 aus Teams der SAPV-KJ) | Im Rahmen eines Expert*innenworkshops wurden zunächst ärztlichen, pflegerischen und psychosozialen Leistungserbringer*innen der hessischen SAPV-KJ die im Projekt erarbeiteten Empfehlungen als Entwurf vorgelegt. Die Leistungserbringer*innen diskutierten die Empfehlungen und gaben Anregungen, insbesondere im Hinblick auf Formulierungen. In einem zweiten Schritt wurden die Empfehlungen mit Leistungserbringer*innen der SAPV-KJ und der Erwachsenen-SAPV gemeinsam diskutiert. Anmerkungen und Änderungsvorschläge zu Formulierungen wurden im Nachgang von den Forscherinnen unter Betrachtung der Projektergebnisse geprüft und in die Empfehlungen eingearbeitet |
| Auswertung der Dokumentationsdaten | Der Auswertung liegen die anonymisierten Dokumentationsdaten aller hessischen SAPV und SAPV-KJ-Teams zugrunde, die von 2014/1. Halbjahr bis 2018/2. Halbjahr an den Fachverband SAPV Hessen e. V. übertragen wurden | In der Kategorie „Kinder und Jugendliche“ finden sich alle Versorgungsfälle von Patient*innen ≤ 18 Jahre sowie alle diejenigen über 18 Jahre, die durch ein SAPV-KJ-Team versorgt wurden ( |
ICD-10 International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems (Version 10), SAPV Spezialisierte Ambulante Palliativversorgung, SAPV-KJ Spezialisierte Ambulante Palliativversorgung für Kinder und Jugendliche
