| Literature DB >> 34978578 |
Stephen Kaendler1, Martin Ritter2, Dirk Sander3, Matthias Elstner4,5, Christopher Schwarzbach6, Markus Wagner7, Andreas Meisel8.
Abstract
The acute treatment of stroke patients in Germany is of a very high standard, guaranteed by its system of stroke units. Stroke as a disease has an acute phase followed by a chronic phase that requires a high level of qualified aftercare given by multidisciplinary and interdisciplinary teams. In 2020, the German Stroke Society (DSG) founded a commission for long-term stroke care. The aim is to evaluate the current situation of long-term aftercare and suggest improvements for its structure. In this paper the status quo of aftercare is presented and possible deficits are identified. Contributions of various stakeholders from the German healthcare system are analyzed and different projects for post-acute care are presented. Germany has no acknowledged structured aftercare concepts for patients after stroke. The general practitioner-based care is currently the focus of patient management but without a greater, more coordinated integration of neurologists, guideline-led and quality-controlled aftercare will be harder to implement in the future. The assignment of duties and the necessary training standards for the specialist groups in order to comply with the guidelines do not exist. Besides medical health, the needs of physical, social and emotional domains are too seldom considered by a multiprofessional care team. Further developments of a regional care management concept are discussed. The results and costs of any aftercare concepts must be evaluated before widespread implementation.Entities:
Keywords: Long-term management; Outpatient aftercare; Rehabilitation; Stroke; Unmet domains
Mesh:
Year: 2022 PMID: 34978578 PMCID: PMC9010384 DOI: 10.1007/s00115-021-01231-9
Source DB: PubMed Journal: Nervenarzt ISSN: 0028-2804 Impact factor: 1.297
| Phase | Behandlungsschwerpunkt |
|---|---|
| 1. Phase – akut | Behandlung des Akutereignisses auf der Stroke-Unit |
| 2. Phase – subakut | Einleitung der Reha stationär/ambulant |
| 3. Phase – subakut | Übergang in die ambulante Phase |
| 4. Phase – chronisch | Ambulante Versorgung |
| Name des Projektes | Kurzbeschreibung |
|---|---|
| Strukturierte ambulante Nachsorge nach Schlaganfall (SANO) | Cluster-randomisierte Studie Januar 2019 bis Juli 2021 zur Verbesserung der Versorgung nach einem ischämischen Schlaganfall. Entwicklung eines multidisziplinären Netzwerks und eine individuelle patientenzentrierte Intervention in Deutschland. Innovationsfondsförderung. Bisher keine Ergebnisse |
| INSPiRE-TMS | Offene, randomisiert kontrollierte Studie August 2011 bis Oktober 2017. Untersuchung eines Unterstützungsprogramms für eine erweiterte Sekundärprävention in Deutschland und Dänemark. Intensiviertes Unterstützungsprogramm ist mit einer höheren Zielerreichung in der Sekundärprävention verbunden. Keine signifikante Verringerung der Rate schwerwiegender vaskulärer Ereignisse |
| Stroke-Card | Randomisiert-kontrollierte Studie Januar 2014 bis Dezember 2017 zur Untersuchung der STROKE-CARD, einem Disease-Management-Programm bei Schlaganfallbetroffenen in Österreich. Die Versorgung STROKE-CARD reduziert die kumulierte einjährige Inzidenz kardiovaskulärer Erkrankungen, Verbesserung der Lebensqualität |
| Managing Aftercare for Stroke (MAS) | Beobachtungsstudie (MAS I) und anschließende Interventionsstudie (MAS II; April 2017 bis März 2021) in Berlin. Entwicklung eines integrierten Nachsorgemodells für Schlaganfallpatienten über die Phase der Rehabilitation hinaus. Patienten wurden nach der Entlassung in die Klinik eingeladen. Dort erfolgt eine ärztliche Untersuchung sowie ein Screening für offene medizinische/soziale Bedürfnisse, Nutzung von Scores für die Bestimmung des langfristigen Outcomes. Bisher keine Ergebnisse |
| SOS-Care – Hilfe nach Schlaganfall | Implementierung eines Schlaganfall-Lotsen am Universitätsklinikum Dresden (Selektivvertrag mit AOK PLUS). Fünfjährige Erprobungsphase ab 2009 und erste Studien zur Wirksamkeit des Nachsorgeprojekts. Weiterfinanzierung durch die AOK PLUS |
| Ergebnisqualität durch Patient Reported Outcome Measures (PROMs) bei Schlaganfallpatienten in der klinischen Routine – EPOS | Explorative Studie Januar 2017 bis Dezember 2020 zur Implementierung und Evaluation einer standardisierten Ergebnisqualitätsmessung unter Einbezug von Patient Reported Outcome Measures (PROMs) in die Routineversorgung von Schlaganfallpatienten im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE). Nachverfolgung der Patienten bis zu einem Jahr nach Akutbehandlung. Innovationsfonds gefördert. Bisher keine Ergebnisse |
| StroCare – Optimierte sektorenübergreifende, koordinierte und evidenzbasierte Behandlung von Schlaganfallpatienten durch übergreifende Prozessverantwortung und patientenorientierte Ergebnisqualitätsmessung | Interventionsstudie von Juli 2019 bis Juni 2023 zur Untersuchung einer vernetzten Schlaganfallnachsorge und einer patientenzentrierten Messung der Ergebnisqualität am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE). Innovationsfonds gefördert. Bisher keine Ergebnisse |
| STROKE-OWL | Interventionsstudie Oktober 2017 bis September 2021 zur Untersuchung von Schlaganfall-Lotsen in Ostwestfalen-Lippe (OWL) auf Basis von Primär- und Sekundärdaten. Innovationsfondsförderung und Überbrückungsfinanzierung bis Ergebnisse vorliegen |
| QUASCH – Ergebnisse qualitätsgesicherter Schlaganfallversorgung: Hessen im Vergleich zum übrigen Bundesgebiet | Effektivitätsuntersuchung der externen Qualitätssicherung beim akuten Schlaganfall auf Basis der Daten des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WidO) und der Geschäftsstelle Qualitätssicherung Hessen (GQH) 2007 bis 2017. Das Komplikationsrisiko aller Patienten sank im Vergleich der beiden Beobachtungszeiträume (2007–2010; 2014–2017) in Hessen signifikant |
| PostStroke-Manager | Machbarkeitsstudie des PostStroke-Manager-Systems 2021 in Leipzig. Untersuchung des hybriden Unterstützungskonzeptes bestehend aus einer Lotsenbetreuung und digitalen Tools (Nachsorge-App für Patienten, Web-Portal für Lotsen). Bisher keine Ergebnisse |
INVADE Interventionsprojekt zerebrovaskuläre Erkrankungen und Demenzen im Landkreis Ebersberg | Interventionsstudie 2013 bis 2016 zur Untersuchung eines hausarztbasierten Präventionsprogramms bei zerebrovaskulären Erkrankungen und Demenzen. Die Ergebnisse stützen die Annahme, dass durch eine intensivierte hausärztliche Identifikation und Behandlung vaskulärer Risikofaktoren das Auftreten von zerebrovaskulären Erkrankungen und Demenzen gesenkt werden kann |
| Anforderung | |
|---|---|
| 1. | Durchgeführte Behandlung |
| 2. | Befunde (neurologische Befunde, technische Untersuchungen) |
| 3. | Ätiologische Zuordnung der Infarkte: TOAST-Klassifikation o. Ä., Blutungen: lobär/„loco typico“/andere Ursache |
| 4. | Darstellung der Ausfälle des Patienten für eine Bewertung der Entwicklung im Verlauf (Modified Rankin Scale [mRS], NIHS) |
| 5. | Begründung der vorgeschlagenen Medikation, Angabe von Zielwerten |
| 6. | Empfehlungen zu Art und Zeit von Verlaufsuntersuchungen, Hinweise auf zu veranlassende Untersuchungen |
| 7. | Rezidivrisiko in %/Jahr, erwarteter Nutzen bez. Rezidivrisiko |
| 8. | Weitere Therapieempfehlung (Reha/ambulant oder stationär) |
| 9. | Empfehlungen zu der Fahreignung |
| 10.a | Stellungnahme zu einer Arbeitsmarktprognose |
| 11.a | Empfehlungen zur Beantragung von Hilfen: – Versorgungsamt (Schwerbehindertenaus, Vergünstigungen) – Pflegegrad, ambulante Versorgungsnotwendigkeit durch Sozialstation – Einrichtung von Betreuung/Vorsorgevollmachten |
| 12.a | Empfehlung zur Versorgung mit Hilfsmitteln |
| 13.a | Empfehlungen zur Wohnsituation |
aEntlassbeurteilung der Rehaklinik
| Gesellschaft | AWMF-Register-Nr. | |
|---|---|---|
| Sekundärprophylaxe ischämischer Schlaganfall und transitorische ischämische Attacke. Entwicklungsstufe: S3 | Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) | 030/133 |
| Schlaganfall-Leitlinie. Entwicklungsstufe: Entwicklungsstufe: S3 | Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin e. V. | 053-011 und DEGAM-Leitlinie Nr. 8 |
| Therapie des spastischen Syndroms. Entwicklungsstufe: S2k-Leitlinie | Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) | 030/078 |
| Rehabilitation sensomotorischer Störungen. Entwicklungsstufe: S2k | Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) | 030/123 |
| Rehabilitation aphasischer Störungen nach Schlaganfall. Entwicklungsstufe: S1 | Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) | 030/090 |
| Multiprofessionelle neurologische Rehabilitation. Entwicklungsstufe: S1 | Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) | 030/122 |
| Hausärztliche Risikoberatung zur kardiovaskulären Prävention. Entwicklungsstufe: S3 | Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin e. V. | 053-024 |
| Diagnostik, Therapie und Nachsorge der extrakraniellen Karotisstenose. Entwicklungsstufe: S3 | Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin Deutsche Gesellschaft für Neurologie Deutsche Schlaganfallgesellschaft Deutsche Gesellschaft für Neuroradiologie | 004-028 |