| Literature DB >> 34529093 |
K Lewandowski1, B Kretschmer2, K W Schmidt3.
Abstract
The Ether Day, a key moment in the history of mankind, commemorates its 175th anniversary on 16 October 2021. On that day the dentist William T. G. Morton successfully gave the first public ether anesthesia in Boston. From then on it was possible to save people from pain with justifiable risk and at the same time to protect them from psychological damage by inducing unconsciousness. The German philosopher Peter Sloterdijk, one of the most renowned and effective philosophers of our times, deduced that from then on humans, to some extent, had a right to unconsciousness when in psychophysical distress. This postulate unfolded from his concept of "anthropotechnics" developed around 1997, meaning the idea of treating human nature as an object of possible improvements. According to Sloterdijk, in favorable cases a synthesis of man and technology can result in a significant improvement of human capabilities in the sense of "enhancement", i.e. an increase, an improvement or even an expansion of intellectual, physical or psychological possibilities, as it were in a transgression of the human (so-called transhumanism). Man should go into vertical tension, i.e. strive for higher aims and exploit his inherent potential, he should not dwell in the horizontal. This is not meant as an appeal but as an imperative: "You must change your life!". In this context modern anesthesia may prove helpful: be operated on by others in order to undergo an enhancement. Or, in its most extreme form, the operation in the "auto-operational curved space", a person can even operate on himself as has been dramatically demonstrated by Rogozov, a young Russian physician and trainee surgeon who successfully performed a self-appendectomy under local anesthesia at the Novolazarevskaya Antarctic Station in 1961; however, the implementation of this idea is a long way off. On the one hand, many countries lack qualified personnel in sufficiently large numbers to perform even vital operations with patients under anesthesia. On the other hand, over the decades it has become clear that anesthesia is obviously beneficial for mankind in that it offers relief from pain and psychological stress but that it can also often show its dark side: substance abuse, use of anesthetics in torture and in executions. In addition, the role of anesthetics in resuscitation, palliative care, and allaying executions is unclear or controversial. Finally, the necessary formal legal steps to acknowledge a "human right to unconsciousness" have not yet been implemented.Entities:
Keywords: Anniversary; Ether; History of anesthesia; Pain; Unconsciousness
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Substances:
Year: 2021 PMID: 34529093 PMCID: PMC8444521 DOI: 10.1007/s00101-021-01043-1
Source DB: PubMed Journal: Anaesthesist ISSN: 0003-2417 Impact factor: 1.041

| Begriff | Erläuterung |
|---|---|
| Anästhesie | Vollständiger oder teilweiser Verlust der Empfindung, mit oder ohne Bewusstseinsverlust, als Folge von Krankheit, Verletzung oder Verabreichung eines Anästhetikums, normalerweise durch Injektion oder Inhalation [ |
| „Awareness“ | Ein Phänomen intraoperativer Wachheit. Infolge inadäquater Anästhetikazufuhr kommt es zur unzureichenden Ausschaltung des Bewusstseins, und der Patient erlebt und erinnert Ereignisse aus der intraoperativen Phase |
| Bewusstlosigkeit | Verlust der Fähigkeit, das Bewusstsein für sich selbst und die Umwelt aufrechtzuerhalten, verbunden mit deutlich reduzierter Reaktionsfähigkeit auf Umweltreize [ |
| Dämmerzustand | Form der akuten organischen Psychose mit Bewusstseinstrübung, Wahrnehmungs- und ggf. auch Orientierungsstörungen (u. U. Desorientierung) und Bewusstseinseinengung, mit nachfolgender totaler oder partieller Amnesie. Betroffene befinden sich in einem schläfrigen Zustand, aus dem sie aber durch äußere Reize noch zu wecken sind [ |
| Dissoziativer Zustand | Teilweise oder vollständige Abspaltung psychischer Funktionen wie Bewusstsein, Gedächtnis und personale Identität, eigener Gefühle und Körperempfindungen (Schmerz, Hunger, Durst, Angst), der Wahrnehmung der eigenen Person und/oder der Umgebung [ |
| Lokalanästhesie | Örtliche Schmerzausschaltung im Bereich der Nervenendigungen oder Leitungsbahnen ohne Beeinträchtigung des Bewusstseins [ |
| Narkose | (Bei einer Operation) durch ein Narkosemittel bewirkter schlafähnlicher Zustand mit Ausschaltung des Bewusstseins und damit der Schmerzempfindung [ |
| Ohnmacht | Zeitlich umschriebenes, bis einige Minuten andauerndes Aussetzen der Bewusstseinstätigkeit, gekennzeichnet durch Amnesie für die Dauer der Bewusstlosigkeit, abnorme motorische Kontrolle, fehlende Reagibilität und eine kurze Dauer, ohne Festlegung auf die Pathogenese [ |
| Schlaf | Veränderter Bewusstseinszustand, der einige Stunden andauert. Menschen sehen, hören und fühlen dabei nicht mehr bewusst, was um sie herum vorgeht [ |
| Schmerz | Schmerzdefinition der International Association for the Study of Pain (IASP): Schmerz ist ein unangenehmes Sinnes- und Gefühlserlebnis, das mit einer tatsächlichen oder potenziellen Gewebsschädigung einhergeht oder ihr ähnelt [ |
| Sommerschlaf (Ästivation) | Überlebensstrategie, die von vielen Wirbeltieren und Wirbellosen genutzt wird, um trockene Umweltbedingungen zu überstehen. Die wichtigsten Merkmale der Ästivation sind eine starke Unterdrückung der Stoffwechselrate, Strategien zur Erhaltung des Körperwassers, Erhaltung von Energie und Körperbrennstoffreserven, ein veränderter Stickstoffmetabolismus und Mechanismen zu Erhaltung und Stabilisierung von Organen, Zellen und Makromolekülen über viele Wochen oder Monate des Ruhezustands [ |
| Somnambulismus | Medizinischer Begriff für Schlafwandeln, der unerwünschte Handlungen wie z. B. Gehen umfasst, die während plötzlicher, aber begrenzter Aufwachvorgänge aus dem tiefen „Non-rapid-eye-movement-slow-wave“-Schlaf auftreten [ |
| „Suspended animation“ | Ähnelt dem Winter- bzw. Sommerschlaf und ist gekennzeichnet durch die Verlangsamung von Lebensprozessen durch äußere Mittel ohne deren Beendigung. Sie dient dazu, ansonsten lebensbedrohliche Bedingungen zu überleben, z. B. extreme Temperaturen, anhaltende Reduzierung der Sauerstoffversorgung, und ist mit einem verringerten Energieaufwand und einer reduzierten Körpertemperatur verbunden [ |
| Winterschlaf | Spezialisierte saisonale Reduktion des Stoffwechsels bei gleichzeitigem Umweltdruck durch Nahrungsverknappung und niedrige Umgebungstemperaturen [ |