| Literature DB >> 33961258 |
Inga Jarosch1, Tessa Schneeberger2, Rainer Glöckl3, Daniela Leitl4, Andreas Rembert Koczulla3.
Abstract
Entities:
Year: 2021 PMID: 33961258 PMCID: PMC8103051 DOI: 10.1007/s15006-021-9811-0
Source DB: PubMed Journal: MMW Fortschr Med ISSN: 1438-3276
| Obstruktive Erkrankungen | Stabile COPD (inkl. Alpha-1-Antitrypsin-Mangel) Akute Exazerbation der COPD Asthma bronchiale Bronchiektasen Zystische Fibrose |
| Restriktive Erkrankungen | Interstitielle Lungenerkrankungen Idiopathische Lungenfibrose Lymphangioleiomyomatose Sarkoidose |
| Andere | Pulmonale Hypertonie Lungenkarzinom Zustand vor/nach Lungenvolumenreduktion Zustand vor/nach Lungentransplantation Zustand nach Überleben eines akuten Lungenversagens (ARDS) Nach Lungenoperationen (z. B. Lungenabszess) COVID-19 (postakute Phase) |
| Bei erheblicher Gefährdung der Erwerbsfähigkeit oder bei bereits verminderter Erwerbsfähigkeit, die durch eine Rehabilitation verbessert, wiederhergestellt oder deren Verschlimmerung abgewendet werden kann. Der Antrag wird von der DRV innerhalb von 6 Wochen geprüft. Bei positivem Bescheid bleiben dem Erkrankten meistens 3-4 Monate, um in Absprache mit dem Arbeitgeber einen passenden Zeitraum für die PR festzulegen. | |
| Zur Vorbeugung, Verbesserung oder Beseitigung einer drohenden Behinderung oder Pflegebedürftigkeit. | |
Nach einem Arbeitsunfall oder nach Eintritt einer Berufskrankheit zur Verbesserung, Beseitigung oder Verhütung einer Verschlimmerung eines Gesundheitsschadens. Die häufigsten pneumologischen Berufskrankheiten in Deutschland sind [ - Pneumokoniose durch Asbest oder silikogene Stäube - Obstruktive Atemwegserkrankung durch Allergene oder chemisch-irritativ oder toxisch wirkende Noxen - COPD/Lungenemphysem im Steinkohlebergbau |
- Die Klinik muss nachweislich für die Rehabilitation der entsprechenden Erkrankung geeignet sein. - Klinik und Kostenträger müssen einen Versorgungs- und Belegungsvertrag abgeschlossen haben. - Die Klinik muss nach den gesetzlich vorgeschriebenen Qualitätsstandards zertifiziert sein. |

| PR-Komponente | Beschreibung | |
|---|---|---|
Diagnostik (zentrale Untersuchungen) | • Lungenfunktion (Bodyplethysmographie, Messung der Diffusionskapazität der Lunge für CO etc.) • Labor • Blutgase • EKG • Screening schlafbezogener Atmungsstörungen (Schlaflabor) • Fahrradergometrie | |
| Therapie | Krafttraining | • Gezieltes Training großer Muskelgruppen bis zur lokalen muskulären Ermüdung (freies Training, an Geräten, mit Hilfsmitteln) |
| Ausdauertraining | • Supervidiertes Training, z. B. auf dem Fahrradergometer/Laufband • Festlegung der Trainingsintensität durch eine maximale Fahrradergometrie • Bei belastungsinduzierter Hypoxämie Indikation für Sauerstoff berücksichtigen • Bei erschöpfter Atempumpe Indikation für nicht-invasive Beatmung in der Nacht oder in seltenen Fällen während Belastung prüfen (hoher personeller Aufwand) • Ausdauertraining im Freien (z. B. Nordic Walking, Gehen) | |
| Weitere Trainingstools | • Ganzkörpervibrationstraining als wirkungsvolle Ergänzung, jedoch nicht als Ersatz des klassischen Trainings • Neuromuskuläre Elektrostimulation mit hohen Intensitäten bei Immobilität/Infekt | |
| (Atem-)Physiotherapie | • Erlernen von Atemtechniken in Ruhe/unter Belastung • Erlernen von atemerleichternden Positionen • Hustentechniken und Verbesserung der mukoziliären Clearance • Training von Aktivitäten des täglichen Lebens | |
| Entspannung | • Qi Gong oder progressive Muskelrelaxation nach Jacobsen, autogenes Training | |
| Medizinische Maßnahmen | • Optimierung der Pharmakotherapie • Bei Bedarf Initiierung/Optimierung einer Langzeitsauerstofftherapie • Bei Bedarf Initiierung/Optimierung einer nicht-invasiven Beatmung | |
| Schulung, Motivation, Aufklärung | • Tabakentwöhnung • Lebensstilfaktoren & Verhalten • Hilfsmittelberatung • Schulung korrekter Inhalationstechniken • Sozialmedizinische Beratung • Ernährungsberatung • Infekt- und Exazerbationsmanagement | |
| Psychologischer Support | • Psychologische Diagnostik, Beratung und Therapie bei psychischen Komorbiditäten wie z. B. Angst, Depression und Panikstörung | |
| Outcomes | • Evaluation des PR-Erfolgs (körperliche Leistungsfähigkeit, Symptome, Gesundheitsstatus) | |