Literature DB >> 33302319

[Educational Programmes in Health Services Research in Germany: Current State and Future Perspectives].

Silke Kuske1, Christine Holmberg2,3, Michel Wensing4, Bernd Reuschenbach5, Andreas Büscher6, Edmund Neugebauer7, Holger Pfaff8, Ute Karbach9, Katrin Balzer10, Sascha Köpke11, Nicole Ernstmann12.   

Abstract

OBJECTIVE: The aim of this study was to analyse accredited study programmes of health services research in Germany at Master's degree level regarding their structural data and content.
METHODS: Using a descriptive qualitative design, all included plans of study courses, module handbooks and descriptions of the Master's degree programmes were analysed.
RESULTS: The Master's degree programmes were similar in their structural elements as well as in their content of education. They aim at enhancing competences related to the areas of health services research to identify health care needs and to develop, initiate, evaluate and critically assess innovative care strategies across disciplines. DISCUSSION: Although the content is similar, the study programmes focus on specific aspects that allow students to choose a certain programme depending on their preferences. A next step can be the development of a core curriculum that takes into consideration further findings and the discourse of different stakeholders. The Author(s). This is an open access article published by Thieme under the terms of the Creative Commons Attribution-NonDerivative-NonCommercial-License, permitting copying and reproduction so long as the original work is given appropriate credit. Contents may not be used for commercial purposes, or adapted, remixed, transformed or built upon. (https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/4.0/).

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Year:  2020        PMID: 33302319      PMCID: PMC8916904          DOI: 10.1055/a-1276-0686

Source DB:  PubMed          Journal:  Gesundheitswesen        ISSN: 0941-3790


Einleitung

Die Versorgungsforschung hat in Deutschland in den letzten 2 Jahrzehnten zunehmend durch verschiedene Förderinitiativen an Bedeutung gewonnen 1 . Als interdisziplinärer Ansatz verfolgt sie das Ziel, die Alltagswirksamkeit und die Qualität der Versorgung im Gesundheitswesen zu untersuchen und zu verbessern 2 3 . 2017 wurde im Rahmen einer Hochschullehrerbefragung eine erste Untersuchung der Versorgungsforschungsstrukturen auf hochschulischer Ebene vorgenommen 4 . Nur wenige Studiengänge der Versorgungsforschung konnten identifiziert werden, meist richteten sie sich auf die klinischen Versorgungsforschungsgebiete und bestanden aus Zusammenschlüssen aus Versorgungsforschung und einem weiteren theoretischen Fach. Nur eine für besondere Methodenfragen ausgerichtete Professur konnte beschrieben werden 4 . Zum Zeitpunkt der Erhebung wurden 3 akkreditierte Studiengänge der Versorgungsforschung an den Standorten Heidelberg, Köln und München identifiziert. Eine Empfehlung hinsichtlich des Ausbaus der Bildungsstrukturen in der Versorgungsforschung wurde aus den Ergebnissen abgeleitet 4 . In der Zwischenzeit sind weitere Studiengänge an den Standorten Lübeck, Osnabrück und Düsseldorf hinzugekommen. Mit dieser Entwicklung gewinnt der im Positionspapier der Gruppe der Hochschullehrer im Deutschen Netzwerk Versorgungsforschung (DNVF) formulierte Wunsch eines Orientierungsrahmens für ein Kerncurriculum für die Versorgungsforschung 5 zunehmend an Bedeutung. Als Grundlage für die Gegenstands- und Begriffsbestimmung der Versorgungforschung, für die Festlegung ihrer Anwendungsfelder, Aufgaben und Ziele sowie benötigten wissenschaftstheoretischen Grundannahmen, Modelle, Theorien, Studiendesigns, Datenquellen, Datenerhebungs- und Auswertungsmethoden können Stellungnahmen, Memoranden 6 7 8 9 10 11 12 und Lehrbuchbeiträge der Versorgungsforschung 2 herangezogen werden. Bislang ist wenig darüber bekannt, wie die Studiengänge der Versorgungsforschung strukturell ausgerichtet und welche der für Deutschland beschriebenen Gegenstandsbereiche und Methoden der Versorgungsforschung standortübergreifend tatsächlich abgebildet sind. Ziel dieser Untersuchung ist es daher, die derzeit akkreditierten Versorgungsforschungsstudiengänge in Deutschland zu beschreiben, diese im Hinblick auf ihre gemeinsamen und besonderen Strukturdaten und Inhalte zu analysieren sowie darauf basierend eine Diskussionsgrundlage für ein konsentiertes Kerncurriculum zu schaffen.

Methodik

Auf Basis eines qualitativen Designs wurden die Studienverlaufspläne, die Modulhandbücher und die auf der DNVF Webseite – Gruppe der Hochschullehrer – veröffentlichten Steckbriefe akkreditierter Masterstudiengänge (davon 5 veröffentlicht am 18.09.2019, einer am 02.07.2020) der Versorgungsforschung inhaltsanalytisch ausgewertet. Die Daten wurden extrahiert und primär induktiv analysiert 13 . Eingeschlossen wurden Studiengänge der Versorgungsforschung, die bis einschließlich des Sommersemesters 2020 akkreditiert wurden. Die Daten stammten aus den Studienverlaufsplänen, aus den Modulhandbüchern selbst und den Studiensteckbriefen. Alle Modulhandbücher in der letztgültigen Fassung vom 21.05.2017 (1), 21.06.2017 (2), 14.02.2019 (3), 24.06.2019 (4), 23.01.2019 (5) und dem 30.03.2019 (6), wurden durch die jeweiligen Studiengangsvertretungen zur Verfügung gestellt. Zunächst wurden die Daten der Studienverlaufspläne als Kodiereinheit extrahiert (Bezeichnungen der Module als höchste Abstraktionsebene), um eine erste Grundorientierung zu erhalten. Die Lehr-Lerninhalte der Modulhandbücher wurden in insgesamt 3 Vorgängen entlang den jeweils dort angegeben Abstraktionsebenen (Überschriften, Subüberschriften usw.) zunächst extrahiert, um ihre individuellen Ordnungslogiken nachzuvollziehen. Die Analyserichtung erfolgte von abstrakter zur konkreten Ebene. Im zweiten Schritt wurden die Daten durch die Analyse der Modulbeschreibungen angereichert und ein induktives Kategoriengerüst ausgearbeitet. Hierzu wurden die Lehr-Lerninhaltsebenen und nicht die dort angegeben Kompetenzebenen analysiert. Die Terminologie in den jeweiligen Modulhandbüchern wurde weitestgehend übernommen, jedoch im Laufe der verschiedenen Analysedurchgänge durch eigene Kategorien erweitert, um divergente Bezeichnungen gleichen Inhalts auf höherer Abstraktionsebene zu kategorisieren. Diese Kategorien wurden durch das Zeichen „*“ in Tab. 3 kenntlich gemacht. Im letzten Schritt wurde das auf höchster Abstraktionsebene entwickelte Kategoriengerüst angewendet, um deduktive Zuordnungen vorzunehmen und um die induktive Kategorienbildung auf Subebene zu strukturieren. Redundanzen wurden entfernt und die Abstraktionsebenen des Datenmaterials angeglichen und kohärent dargestellt.

Tab. 3 Lehr-Lerninhalte der Studiengänge der Versorgungsforschung (N=6).

HauptkategorienSubkategorienSub-Subkategorien
1) WISSENSCHAFTEN IM KONTEXT DER VERSORGUNGSFORSCHUNG
Versorgungswissenschaft 2 3 5 6 Theorien, Modelle, Rahmenkonzepte und Ansätze* 1 2 6 (aus Sicht der Sozialmedizin, Medizinsoziologie, Medizinpsychologie, Gesundheitsökonomie 2 )
Informatik für Gesundheits- und Versorgungswissenschaften * 5
Gesundheitswissenschaften* Theorien, Modelle von Gesundheit und Krankheit* 2 5 (aus Sicht der Sozialwissenschaften 5 )
Theorie- und Methodenentwicklung (national und international)* 3 5
Nomenklatur* und Konzepte der Gesundheitsversorgung* 2 5
Gesundheitsförderung und Prävention* 2 5 (Determinanten von Gesundheit und Krankheit* 2 5 Gesundheitskompetenz* 2 5
Soziale Gerechtigkeit* 5 )
Medizinsoziologie 2 Theorien, Rahmenmodelle 2
Medizinsoziologische Methoden 2
Arbeits-, Sozial- und klinische Umweltmedizin 2 Wissenschaftliche Grundlagen 2
Prävention und Gesundheitsförderung in der Arbeitsmedizin* 2 (Determinanten von Gesundheit und Krankheit* 2 )
Improvement- / Implementierungswissenschaft 1 3 6 Implementierungsforschung 4 6 Theorien, Modelle, Rahmenkonzepte und Ansätze* 1 2 3 4 6 (aus Sicht z. B. der Sozialpsychologie, Soziologie 2 , im Kontext der Pflege- und Gesundheitswissenschaft 3 )
Gegenstände* 5
Interventionen der Implementierung* 1 2
Prozesse der Implementierung* 1 4 Einflussfaktoren* 1 4
Gestaltung von Implementierungsprozessen 1 4
Wissenstranslation 2 3 4 6 und -transfer 1
Dissemination 3 6 Theorien, Modelle, Rahmenkonzepte und Ansätze* 3 6
Evaluation (formativ, summativ) 2 5 Evaluationsforschung 2 5 , Methodologie 5
Evidenzbasierung 1 2
Organisationswissenschaften 2 6 (-en 2 ) Organisationsforschung und Organisationsdiagnostik 2 Empirische Methoden* 2 6
Theorien, Modelle, Rahmenkonzepte und Ansätze* 2 6 (aus Sicht der Soziologie, Psychologie und ökonomischen Organisationstheorie 2 )
Epidemiologie 1 2 4 5 Grundlagen* Nomenklatur* 1 2
Gegenstände* 1 4
Kennzahlen* Public Health 1 4
Gesundheitsberichterstattung 1
Forschungsdesigns* 1 2 4 5 Versorgungsepidemiologische Methoden 6
Klinische Epidemiologie 2 5 Epidemiologische Studien der Umweltmedizin 2
Geografische Epidemiologie 5
Pflegewissenschaft 3 4 / Therapiewissenschaft 4 5 / Hebammenwissenschaft 4 Projekt Forschung in den Therapieberufen 5
Gerontologie 2 Gerontopsychiatrie 2 Theorie- und Methodenentwicklung (national und international)* 3
Soziologie, Demografie, Ökonomie, Psychologie, Ethik 2
Recht 2 3
Gerontologische Praxis 2 Altersdifferenzierte Versorgungsbedarfe und -konzepte 3
Gesundheitsökonomie 1 2 6 Gesundheitsökonomische Evaluation 1 2 Politische Gegenstände* 1 3
Krankheitsbezogene und Patientenbezogene Gegenstände* 2
Theorien* 1 Modelle* 2 Designs* 1 2 Methoden* 1 2
Versorgungsformen* 2
Kosten Nutzen* 1 6
Gesundheitsökonomische Auswirkungen und Erfordernisse 5
Anthropologie 3 Philosophische Anthropologie 3
Kultur- und Sozialanthropologie 3
Leibphänomenologie 3
2) GRUNDLAGEN UND ANWENDUNGSFELDER DER VERSORGUNGSFORSCHUNG
Versorgungsforschung 1 2 3 4 5 6 Grundlagen der Versorgungsforschung* Nomenklatur* 4
Verortung* (national, international) 3 4
Theorien, Modelle, Rahmenkonzepte und Ansätze* 1 2 3 4 ] Theorien und Modelle der personenzentrierten Versorgung 5
Politische Steuerung* 3
Interdisziplinäre Versorgungsforschung 4
Berufsgruppenspezifische Versorgungsforschung 4 Heilberufe* wie Pflege- undTherapieberufe* 4
Berufsgruppenspezifische Vertiefung/ Fallarbeit (H, E, L, P, P) 4 Fall- und Patientenorientierung 4
Qualitäts- und Patientensicherheitsforschung 6 Theorien, Modelle, Rahmenkonzepte und Ansätze* 5 6 Methoden 2
Gegenstände* 2 5 6 : Innovationen 6 Patientenpartizipation* 1 5
Einflussfaktoren * 5
Interventionen*, Entwicklung und Evaluation komplexer Interventionen 5
Messung* 5
Fachbezogene Versorgungsforschung* Medizin 2 Relevante Krankheitsbilder und Kasuistik I und II 2
Medizinische Fachsprache und Kasuistik I 2
Allgemeine Heilpädagogik 2 Normative Probleme und Ethik 2
Rehabilitation 5 Lernprinzipien 5
Anwendungsfelder der Versorgungsforschung 1 3 4 Versorgungsqualität* 4 5
Sektorübergreifende Versorgungskonzepte* 6
Patientenorientierung 1 6
Regionaldifferenzierte Versorgungsbedarfe und-konzepte 2 3
Altersdifferenzierte Versorgungsbedarfe und -konzepte 3
Evaluation gesundheitlicher Dienstleistungen 4
Familie und Lebenswelt 4
Versorgung im internationalen Kontext 4
Professionsentwicklung und interdisziplinäre Versorgungsgestaltung 4
Technische Innovationen, E-Health und digitales Gesundheitswesen 3 4 5 6 Technische Unterstützung von Versorgungsprozessen 4 Technologien in der Gesundheitsversorgung 5 Mensch-Maschine-Systeme 5
Ausgewählte* Anwendungsfelder 1 2
3) METHODIK UND WISSENSCHAFTLICHES ARBEITEN
Wissenschaftstheorie* 3 6 Erkenntnistheorien 3 Allgemeine Erkenntnislehre 3 6
Anthropologie 3 und Philosophie* 3
Wissenschaftliche 1 (Forschungs-) Designs 1 2 3 4 5 6 Forschungsrichtungen* 1 2 3 Entwicklung und Evaluation* 3 5
Grundlagen empirischer Forschung 2 Designs und Methoden* 1 Forschungsmethoden in den Gesundheitswissenschaften 5
Quantitative Forschung 1 2 3 4 5 6 Forschungsdesigns* 1 5
Statistische Verfahren und Maße* 1 2 3 4 5 6
Instrumentenentwicklung und -testung* 3
Qualitative Forschung 1 2 3 5 6 Designs und Methodologien* 3 5 6
Methodik* 3
Evaluation 3
Mixed-Methods und Triangulation 2 3 6
Besondere Methoden der Datenerhebung & -analyse in der Versorgungsforschung 2 3 6 Modellierung 6
Methoden der organisationsbezogenen Versorgungsforschung (z. B. Mehrebenenanalysen) 6
Register als Evaluationsinstrumente 2
Patientenberichtete Zielgrößen* 2 5 6
Big Data Analysen* 6
Routinedatenanalysen* 6
Studiengüte* 3 5 6 Gütekriterien* 3 5 6
Kontrolle* 2
Wissenschaftliche Standards* 5 6
(Systematische-) Literaturarbeiten* 1 2 3 5 6 (Systematische-) Recherchen und Analysen* 1 2 3 5 6
Evidenzsynthesen (qualitativ und quantitativ) 2 5
Critical Appraisal* 1 2 5
Forschungsprozess 1 3 5 /Theoretische Grundlagen 3 Studienplanung (Protokolle) 1 2 3 4 5
Datenerhebung in der Versorgungsforschung 1 2 3 5 6
Datenanalyse in der Versorgungsforschung 1 2 6
Wissenschaftsystem 1 Publizieren 1 5 Veröffentlichung Studienergebnisse* Forschungsberichte 1 3 5 6 Peer Review Methoden 4 5
Akteure* 1 4
Forschungsförderung 1
Antragsstellung 3
Studienprotokolle entwickeln 5
Projektmanagement in Forschung 1 3 6 und Praxis 6 Forschungsmanagement und -akquise 3
Forschungsplanung und -umsetzung 4 Projektentwicklung, Projektdurchführung, Projektabschluss und Evidence-based Management 6 Methoden und Instrumente* 6
Wissenschaftliches Schreiben 1 2 Einsatz Software*
4) VERSORGUNG IM GESUNDHEITSWSEN
Gesundheitssystem 1 (-Forschung 3 ) Gesundheitspolitik 3 5 6
Versorgungsstrukturen und -prozesse 1 2 3 4 6 Akteure* 1 2 3 6
Gestaltungsprinzipien des Gesundheitswesens 1 4
Systemfaktoren 2
Internationaler Vergleich 1 3
Versorgungssteuerung 6 * Anforderungen & Versorgungsbedarfe im Gesundheitswesen 2 3 6
Modelle, Methoden, Instrumente und Konzepte* 2 6
Management 1 2 3 im Gesundheitswesen 2 Integriertes Management, Changemanagement & Innovationen im Gesundheitswesen 6 Theorien, Modelle, Methoden, Instrumente, Rahmenkonzepte und Ansätze* 1 6
Qualitäts- / Risikomanagement im Gesundheitswesen 1 2 4 5 6 Theorien, Modelle, Methoden, Rahmenkonzepte und Ansätze* 1 2 4 5 6
Instrumente* 1 2 4 5 6
Managementsysteme* 6
Berichterstattung* 1 4
Betriebswirtschaftslehre 1 Betriebswirtschaft* 2 6
Recht 1 6 und Mediation 1 Sozialrecht* 1 4 6
Arbeitsrecht* 1
Medizinrecht* 6
Haftungsrecht* 1 6
Recht 1 3 in der Gesundheitsversorgung 4
Mediation* 1
Medizinisches Controlling 6 Compliance Management* 6
Controlling* 6
Organisationsentwicklung 1 2 und Personalentwicklung 2 Theorien, Rahmenkonzepte und Ansätze* 1 2
Organisationsentwicklung und organisationales Lernen 1 5
Organisationsberatung und angewandte Organisationsentwicklung 1 Theorien, Methoden, Rahmenkonzepte und Ansätze* 1
Besondere Gegenstände der Personal- und Organisationsentwicklung* 1 2 6
Evidenzbasierte Organisationsentwicklung* 2
5) ETHIK IN FORSCHUNG UND PRAXIS
Ethik 1 2 3 4 5 6 Versorgungsethik 3 Anthropologie und (Rechts-) Philosophie* 2 3 4
Recht und Ethik 3
Christliche Soziallehre 3
Gerechtigkeit* 2 4
Ethisches Handeln* 4
Professionalisierung* 3
Ethik in Bildung und Bildungsmanagement 3 Anthropologie und Philosophie* 3
Gegenstände* Theorien und Konzepte* 3
Standards* 3
Forschungsethik 1 3 4 6 Forschungsethische Prinzipien und Regularien * 3 5 6
Rechtliche Grundlagen* 3 6
Gegenstände* 1 2 3 4
Ethische Begutachtung* 1 3 5
Beratung* 3

1 Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg; 2 Universität zu Köln; 3 Katholische Stiftungshochschule München; 4 Hochschule Osnabrück; 5 Universität zu Lübeck; 6 Fliedner Fachhochschule Düsseldorf * durch den Autor entwickelte Kategorien

Ergebnisse

Die Abstraktionsebenen der analysierten Inhalte der Modulhandbücher variierten zwischen 2 oder 4 Ebenen. Hierbei wurden 89 Module mit den jeweiligen Bezeichnungen (ohne Anwendungsmodule (außer Module mit Projektbezeichnung), z. B. Praktika), 114 Subkategorien und 579 Sub-subkategorien mit Lehr-Lerninhalten und punktuell weitere dazugehörige Beschreibungen analysiert. Die analysierten Studiengänge der Versorgungsforschung in Deutschland, mit einer Erstakkreditierung zwischen 2015 und 2020, schließen alle mit einem Master of Science ab. Bis auf eine Ausnahme mit einer 90 ECTS-Belegung sind sie mit 120 zu erreichenden ECTS ausgerichtet ( Tab. 1 ). Die Studiendauer beträgt bei den Studiengängen in Vollzeit zwei Jahre, in den Teilzeitstudiengängen, abhängig von der Anzahl ECTS, zwei bis zweieinhalb Jahre. Die Denominationen der Studiengänge umfassen die Versorgungsforschung, -gestaltung und -wissenschaft mit zusätzlichen Bezeichnungen wie Implementierungswissenschaft, Gesundheitswissenschaften und Management. Zwei Studiengänge werden in Nordrhein-Westfalen, jeweils 1 Studiengang wird in Baden-Württemberg, Bayern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein angeboten. Die Hälfte aller Studiengänge ist an Universitäten angesiedelt.

Tab. 1 Strukturdaten der Studiengänge der Versorgungsforschung in Deutschland (N=6).

N
Bundesländer Nordrhein-Westfalen 2 6 2
Baden-Württemberg 1 1
Bayern 3 1
Niedersachsen 4 1
Schleswig-Holstein 5 1
Hochschulart Universität 1 2 5 3
(Fach-) Hochschule 3 4 6 3
Denomination (Mehrfachnennung) Versorgungsforschung 1 3 4 6 (angewandt 3 ) 4
Versorgungswissenschaft 2 (-en 5 ) 2
Implementierungswissenschaft 1 1
Gesundheits- und Versorgungswissenschaften 5 1
Versorgungsforschung und Management im Gesundheitswesen 6 1
Versorgungsforschung und -gestaltung 4 1
Studiengangsprofil Master of Science 1 2 3 4 5 6 6
Art des Studiengangs (Mehrfachnennung) Konsekutiver Masterstudiengang 1 2 3 4 5 6 6
Master-Verbundstudiengang (drei Fakultäten angehörig) 2 1
Erstakkreditierung 2015 1 2 3 3
2017–2020 4 5 6 3
Anzahl Studienplätze Keine Zulassungsbegrenzung 5 6 2
30 2 1
25 3 4 2
20 1 1
Studienform Vollzeit 1 2 4 5 4
Teilzeit 3 6 2
Semesterstart Wintersemester 1 2 4 5 6 5
Sommersemester 3 1
Anzahl Semester 5 6 1
4 1 2 3 4 5 5
Dauer des Studiums (Jahre) 2,5 6 1
2 1 2 3 4 5 5
Anzahl ECTS 120 1 2 4 5 6 5
90 3 1

1 Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg; 2 Universität zu Köln; 3 Katholische Stiftungshochschule München; 4 Hochschule Osnabrück; 5 Universität zu Lübeck; 6 Fliedner Fachhochschule Düsseldorf

Tab. 1 Strukturdaten der Studiengänge der Versorgungsforschung in Deutschland (N=6). 1 Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg; 2 Universität zu Köln; 3 Katholische Stiftungshochschule München; 4 Hochschule Osnabrück; 5 Universität zu Lübeck; 6 Fliedner Fachhochschule Düsseldorf Die Zulassungsvoraussetzungen umfassen ein vorheriges Studium, Bachelor- oder Diplomstudium bspw. von wenigstens 6 Semestern oder 180 ECTS oder mehr. In einem Studiengang ist eine Berufszulassung in einem Gesundheitsberuf notwendig. Die zulassungsrelevanten Bezugswissenschaften sind die Gesundheits-, Therapie-, Pflege-, Hebammenwissenschaft und Sozialwissenschaften. An den Hochschulen sind weitere Kenntnisse im Bereich der empirischen Sozialforschung (min. 6 ECTS) und/oder eine Abschlussnote von 2,5 oder 2,7 und besser für die Zulassung von Bedeutung. Ebenso können Fachkenntnisse in ausgewiesenen Bereichen sowie Sprachkenntnisse zulassungsrelevant sein ( Tab. 2 ).

Tab. 2 Zulassungsvoraussetzungen Studiengänge der Versorgungsforschung in Deutschland (N=6).

N
Zulassungsvoraussetzungen (Mehrfachnennung) Vorheriges Studium Bachelorstudium 1 2 3 4 5 6 6
Oder Berufsqualifizierender Abschluss (180 ECTS oder >) 6 1
Bachelor- oder Diplomstudiengangs, im Umfang von wenigstens 6 Semestern (als Vollzeitäquivalent) 3 1
An einer deutschen Hochschule oder ein gleichwertiger Abschluss an einer ausländischen Hochschule 3 6 2
Bezugswissen-schaften sind bspw. Gesundheitswissenschaften 1 2 3 5 6 5
Therapiewissenschaft 1 1
Pflegewissenschaft 1 3 6 3
Hebammenwissenschaft 1 1
Sozialwissenschaften 1 6 2
Medizin 2 1
Berufszulassung Gesundheitsberufe (Hebammenwesen, Ergotherapie, Logopädie, Physiotherapie oder Pflege) 4 1
Weitere Kenntnisse Methodenkenntnisse empirischer Sozialforschung 1 2 5 (min. 6 ECTS) 1 3
Fachkenntnisse evidenzbasierter Praxis/Gesundheitsversorgung, zu medizinischen Grundlagen sowie im Bereich Gesundheitssystem/ Gesundheitsökonomie bzw. Qualitätsmanagement 5 6 2
Gesundheits- und Sozialwesen 2 1
Sprachkenntnisse (Englisch, Deutsch) 1 4 2
Abschlussnote 2,5 oder besser 3 6 2
2,7 oder besser 5 1

1 Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg; 2 Universität zu Köln; 3 Katholische Stiftungshochschule München; 4 Hochschule Osnabrück; 5 Universität zu Lübeck; 6 Fliedner Fachhochschule Düsseldorf

Tab. 2 Zulassungsvoraussetzungen Studiengänge der Versorgungsforschung in Deutschland (N=6). 1 Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg; 2 Universität zu Köln; 3 Katholische Stiftungshochschule München; 4 Hochschule Osnabrück; 5 Universität zu Lübeck; 6 Fliedner Fachhochschule Düsseldorf Tab. 3 Lehr-Lerninhalte der Studiengänge der Versorgungsforschung (N=6). 1 Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg; 2 Universität zu Köln; 3 Katholische Stiftungshochschule München; 4 Hochschule Osnabrück; 5 Universität zu Lübeck; 6 Fliedner Fachhochschule Düsseldorf * durch den Autor entwickelte Kategorien Die jeweiligen Studiengänge haben zum Ziel, Studierende durch die Aneignung von Fachwissen, Forschungs- und Methodenkompetenzen sowie fachübergreifenden, personalen und sozialen Kompetenzen zu befähigen, die Studienziele zu erreichen. Managementkompetenzen und ein Verständnis von Rollen in der (Versorgungs-)Forschung z. B. der Bezugsdisziplinen, der Leistungserbringer und der Patienten, sind hierbei ebenso von Bedeutung. Die Studierenden sollen in die Lage versetzt werden, Versorgungsbedarfe zu identifizieren, Innovationen der Versorgung im Gesundheitswesen zu entwickeln, zu initiieren und zu evaluieren. Eine kritische Auseinandersetzung mit den Veränderungen im Gesundheitswesen, der Gestaltung und der Verbesserung der Qualität im Versorgungssystem soll gefördert sowie Voraussetzungen geschaffen werden, Innovationen in der Gesundheitsversorgung methodisch zu planen, durchzuführen, zu analysieren und zu implementieren. Es geht hierbei z. B. um adressatInnengerechte Versorgungsangebote, -strukturen und -prozesse, patientenzentrierte Gesundheitsversorgung, Patientensicherheit, Nachhaltigkeit und soziale Gerechtigkeit in der Versorgung sowie die Vermeidung von Unter-, Über- oder Fehlversorgung.

Lehr-Lerninhalte der Studiengänge der Versorgungsforschung

Insgesamt bilden 5 Inhaltscluster die Lehr-Lerninhalte ab: (1) Wissenschaften im Kontext der Versorgungsforschung, (2) Grundlagen und Anwendungsfelder der Versorgungsforschung, (3) Methodik und wissenschaftliches Arbeiten (4) Versorgung im Gesundheitswesen und (5) Ethik in Forschung und Praxis. Es zeigt sich, dass bis auf wenige studiengangsspezifische Schwerpunkte die Lehr-Lerninhalte über die Studiengänge hinweg ähnlich strukturiert sind. Folgende Lehr- Lerninhalte sind nahezu in allen Studiengängen zu finden ( Tab. 3 und 4 ): Versorgungswissenschaft/Versorgungsforschung, Implementierungswissenschaft/ -forschung, Epidemiologie, Gesundheitsökonomie, Methodik und wissenschaftliches Arbeiten, Management im Gesundheitswesen und Ethik. Als besondere Schwerpunkte der Studiengänge der Versorgungsforschung sind an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg die Implementierungswissenschaft, an der Universität zu Köln die organisationsbezogene Versorgungswissenschaft zu sehen. Hierbei beinhaltet die Implementierungswissenschaft “(…) die wissenschaftliche Studie von Methoden, um die systematische Aufnahme Forschungsergebnissen und anderen evidenzbasierten Praxen in den Routinealltag mit dem Ziel die Qualität und Wirksamkeit der Versorgung zu verbessern“ (Übersetzung SK) 14 . Die organisationsbezogenen Versorgungsforschung untersucht Organisationsstrukturen und -prozesse von Versorgungsorganisationen und ihre Determinanten und Folgen und strebt auf dieser Basis „(…) neben dem Erkennen systematischer Einflüsse auf Versorgungsoutcomes – insbesondere die Verbesserung und Neuentwicklung von Maßnahmen zur Steigerung der Versorgungsqualität an“ 2 . An der Katholische Stiftungshochschule München sind die Anthropologie, die Ethik und die altersdifferenzierte Versorgung im Kontext der Pflegewissenschaft und Gesundheitswissenschaften und an der Hochschule Osnabrück sind die berufsgruppenspezifische Versorgungsforschung (Pflege,- Therapie- und Hebammenwissenschaft) im Hinblick auf die Versorgungsqualität und Evaluation gesundheitlicher Dienstleistungen ausgewiesene Lehr-Lernschwerpunkte. An der Universität zu Lübeck sind die Gesundheitswissenschaft aus Sicht der Sozialwissenschaften, Evaluationsforschung und die Versorgungstechnologien (Digitales Gesundheitswesen) sowie an der Fliedner Fachhochschule Düsseldorf die Ausrichtung auf die Qualitäts- und Patientensicherheitsforschung sowie die Implementierung von Versorgungsinnovationen als besondere Studienschwerpunkte zu sehen.

Tab. 4 Gemeinsame und besondere Studienschwerpunkte (N =6).

Haupt-kategorieStudienschwerpunkte
GemeinsamkeiteBesonderheiten
1 2 3 4 5 6
1) WISSENSCHAFTEN IM KONTEXT DER VERSORGUNGSFORSCHUNG
Versorgungswissenschaft 12356 Theorien, Modelle, Rahmenkonzepte und AnsätzeVersorgungswissenschaft*Aus Sicht der z. B. der Medizinsoziologie, GesundheitsökonomieModul: Versorgungswissenschaft Module : Projekt Digitales Gesundheitswesen/ Informatik für Gesundheits- und Versorgungswissenschaft Modul : Versorgungs-wissenschaft im Gesundheitswesen
Gesundheitswissenschaften 235 Theorien, Modelle von Gesundheit/ Krankheit / Theorie- und Methodenentwicklung (national und international)Module : Medizinsoziologie, Gesundheitsförderung und Prävention/ Arbeits-, Sozial- und klinische Umweltmedizin Module : Forschungsmethoden in den Gesundheitswissenschaft/ Sozialwissenschaft Grundl. von Gesundheit u. Krankheit
Improvement- / Implementierungswissenschaft 136 Theorien, Modelle, Rahmenkonzepte und Ansätze/ Wissenstransl., -transfer/ Interventionen, Prozesse der Implementierung/ Evidenzbasierung/ Evaluations,- Implementierungsforschung/ DisseminationImplementierungswissenschaft* Modul : Implementierungswissenschaft/ Qualitsförderung und Evaluation Aus Sicht z. B. der Sozialpsychologie, Soziologie Modul : Implementation und Evaluation Kontext der Pflege- und Gesundheitswissenschaft Modul : Versorgungs- und Implementationswissenschaft Modul : Wissenstranslation und Implementierungsforschung Modul : Entwicklung und Evaluation komplexer Interventionen I und II Module : Improvememt- und Implementation Science/ (...) Wissenstranslation & Dissemination
Organisationswissenschaften 26 (-en 2 ) Theorien, Modelle, Rahmenkonzepte und Ansätze/ Empirische Methoden Aus Sicht der Soziologie, Psychologie, ökonomische Organisationstheorie Modul: Organisationswissenschaften
Epidemiologie 1245 Grundlagen/ Klinische EpidemiologieModul : Epidemiologie und Biostatistik Modul : Epidemiologische und soziale Demografie i. d. Gesundheitsberufen Geografische Epidemiologie
Pflege-, 34 Therapie,- oder Hebammenwiss. 45 Modul : Projekt Forschung in den Therapieberufen
Gerontologie 2 Recht Gerontopsychiatrie/Soziologie, Demografie, Ökonomie, Psychologie, Ethik/ Gerontologische Praxis Module : Grundlagen der Gerontologie/ Gesundheits- und Sozialpolitik: Gesundheit, Alter und Sozialraum Theorie- und Methodenentwicklung (national und international) Modul: Altersdifferenzierte Versorgungsbedarfe und -konzepte
Gesundheitsökonomie 1 2 6 Gesundheitsökonomische Evaluation/ Politische Gegenstände/ Designs/ Methoden/ Kosten NutzenTheorien/Modul: Gesundheitsökonomische Evaluation Modelle/ krankheitsbezogeneund patientenbezogene Gegenstände Modul: Gesundheitsökonomie Gesundheitsökonomische Auswirkungen und Erfordernisse Modul : Gesundheitspolitik und Gesundheitsökonomie Modul : Steuerung des Gesundheitssystems & Gesundheitsökonomie
Anthropologie 3 Philosophische Anthropologie/ Kultur- und Sozialanthropologie/ Leibphänomen.
2) GRUNDLAGEN UND ANWENDUNGSFELDER DER VERSORGUNGSFORSCHUNG
Versorgungsforschung 123456 Grundlagen/ Theorien, Modelle, Rahmenkonzepte und Ansätze, Methoden/ Verortung (national, international)/ Gegenstände/ PatientenpartizipationModule : Grundlagen Versorgungsforschung/ Anwendungsfelder der Versorgungsforschung/ Qualitätsförderung und Evaluation Modul : Methoden der Versorgungsforschung Politische Steuerung Interdisziplinäre, Berufsgruppenspezifische Versorgungsforschung/ Berufsgruppenspezifische Vertiefung/ Fallarbeit Modul: Einführung in die Versorgungsforschung/ Interdisziplinäre Versorgungsforschung/ Qualität in der Gesundheitsversorgung/ Berufsgruppenspezifische Versorgungsforschung, Vertiefung Patientensicherheit: Einflussfaktoren/ Interventionen/ Messung Module : Patientensicherheit/ Projekt Versorgungsforschung Qualitäts- & Patientensicherheitsforschung/ Innovationen Module : Besondere Methoden der Datenerhebung & -analyse der Versorgungsforschung/ Qualitäts- & Patientensicherheitsforschung
Fachbezogene Versorgungsforschung* Medizin/ Heilpädagogik/ Normative Probleme und Ethik Module : Arbeits-, Sozial- und klinische Umweltmedizin/ Allgemeine Heilpädagogik/ Relevante Krankheitsbilder und Kasuistik I und II/ Medizinische Fachsprache und Kasuistik I Modul : Lernprinzipien in der Rehabilitation
Anwendungsfelder der Versorgungsforschung 1345 Patientenorientierung/ Regionaldifferenzierte Versorgungsbedarfe und-konzepte/ Technische Innovationen, E-Health und digitales Gesundheitswesen/ Ausgewählte* AnwendungsfelderModul : Anwendungsfelder der Versorgungsforschung Modul : Versorgungspraxis Modul : Technische Innovationen und E-Health/ Regionaldifferenzierte Versogungsbedarfe und-konzepte Versorgungsqualität Module: Familie und Lebenswelt/Professionsentwicklung und interdisziplinäre Versorgungsgestaltung/ Technische Unterstützung von Versorgungsprozessen/ Evaluation gesundheitlicher Dienstleistungen/ Versorgung im internationalen Kontext Module : Einführung in das digitale Gesundheitswesen/ Digitales Gesundheitswesen: u. a. Technologien in der Gesundheitsversorgung/ Mensch-Maschine-Systeme Sektorübergreifende Versorgungskonzepte Modul : Integriertes Management, Change- und Innovationen im Gesundheitswesen
3) METHODIK UND WISSENSCHAFTLICHES ARBEITEN
Wissenschaftstheorie 36 Allgemeine Erkenntnislehre Anthropologie/ Philosophie Modul : Erkenntnistheorien
Wissenschaftliche 1 (Forschungs-) Designs 123456 Forschungsrichtungen/ Quantitative, quantitative Forschung/ Mixed-Methods/ Triangulation/ Bes. Methoden der Datenerhebung & -analyse in der Versorgungsforschung/ Modellierung/ Big Data Analysen/ Routinedatenanalysen/ Studiengüte/ (Systematische-) Literaturarbeiten/ Forschungsprozess/ Theoretische Grundlagen/ Patientenberichtete Zielgrößen/ Wiss. StandardsModule : Wissenschaftliches Arbeiten/ Wissenschaftliche Methoden a+b Register als Evaluationsinstrumente/ Kontrolle Module: Methodenvertiefung/ Forschungsmethoden/ Epidemiologie und Biostatistik Instrumentenentwicklung und -testung/ Methodik/ Evaluation Modul : Erhebungs- und Auswertungsmethoden I und II Modul : Angewandte Biometrie und Statistik in den Gesundheitsberufen Module : Forschungsmethoden in den Gesundheitswissenschaften/ Entwicklung und Evaluation komplexer Interventionen I und II/ Statistische Methoden Module: Datenerhebung / Datenanalyse (...)/ Besondere Methoden der Datenerhebung & -analyse der Versorgungsforschung
Wissenschaftsystem 1 Publizieren/ Veröffentlichung Studienergebnisse, Forschungsberichte/ Peer Review/ Akteure/ Projektmanagement in Forschung und Praxis/ Wissenschaftliches Schreiben/ Einsatz Software Forschungsförderung Modul : Transferprojekt Forschungsmanagement und -akquise Modul : Forschungsplanung und -umsetzung Module : Studienprotokolle entwickeln/ Projektmodule Module: Projektentwicklung, Projektdurchführung, Projektabschluss und Evidence-based Management/ Methoden und Instrumente/ Dissemination
4) VERSORGUNG IM GESUNDHEITSWSEN
Gesundheitssystem (-Forschung) Gesundheitspolitik/ Versorgungsstrukturen und -prozesse/ Akteure/ Gestaltungsprinzipien des Gesundheitswesens/ Internationaler VergleichModul: Gesundheitssystem SystemfaktorenModul: Versorgungs- und Gesundheitssystemforschung Modul: Gesundheitspolitik und Gesundheitsökonomie Modul : Steuerung des Gesundheitssystems & Gesundheitsökonomie
Versorgungssteuerung 6 Anforderungen & Versorgungsbedarfe im Gesundheitswesen/ Modelle, Methoden, Instrumente und KonzepteModul : Gestaltungsprinzipien des Gesundheitswesens Module : Anforderungen und Versorgungsbedarfe im Gesundheitswesen/ Steuerung des Gesundheitssystems & Gesundheitsökonomie
Management 123 im Gesundheitswesen 2 Qualitäts- / Risikomanagement im Gesundheitswesen/ Theorien, Modelle, Methoden, Rahmenkonzepte und Ansätze/ Instrumente/ Betriebswirtschaft/ Recht/ Sozialrecht/ Haftungsrecht Mediation/ Arbeitsrecht Modul: Management/ BWL/Recht/ Qualitätsmanagement Modul : Qualitsförderung und Evaluation Modul : Basismodul Management im Gesundheitswesen Modul : Management und Recht Modul : Versorgungsentwicklung Management* Module : Anforderungen und Versorgungsbedarfe im Gesundheitswesen/ Medizinisches Controlling, Betriebswirtschaft, Haftungs- & Medizinrecht
Organisationsentwicklung 12 und Personalentwicklung 2 Theorien, Rahmenkonzepte und Ansätze/ Organisationsentwicklung und organisationales Lernen/ Besondere Gestände der Personal- und OrganisationsentwicklungOrganisationsberatung, angewandte Organisationsentwicklung, Methoden Modul : Organisationsentwicklung und -veränderung Evidenzbasierte Organisationsentwicklung Modul : Personal- und Organisationsentwicklung Module : Versorgungsqualität/Versorgungsentwicklung
5) ETHIK IN FORSCHUNG UND PRAXIS
Ethik 123456 Anthropologie und (Rechts-) Philosophie*/ Forschungsethik (Studienprotokolle)/ Forschungsethische Prinzipien und Regularien/ Rechtliche Grundlagen/ Gegenstände/ Standards/ Gerechtigkeit/ Ethische BegutachtungVersorgungsethik/ Ethik in Bildung, Bildungsmanagement/ Christliche Soziallehre/ Beratung Modul : Ethik Modul : Ethik in der Gesundheitsversorgung Modul : Projektmanagement & Ethik in Forschung und Praxis

1 Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg; 2 Universität zu Köln; 3 Katholische Stiftungshochschule München; 4 Hochschule Osnabrück; 5 Universität zu Lübeck; 6 Fliedner Fachhochschule Düsseldorf/ *In der Denomination des Studiengangs/ In allen Studiengängen werden Projekte wie Forschungsprojekte oder Transferprojekte in den Bereichen der Versorgungsforschung angeboten.

Tab. 4 Gemeinsame und besondere Studienschwerpunkte (N =6). 1 Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg; 2 Universität zu Köln; 3 Katholische Stiftungshochschule München; 4 Hochschule Osnabrück; 5 Universität zu Lübeck; 6 Fliedner Fachhochschule Düsseldorf/ *In der Denomination des Studiengangs/ In allen Studiengängen werden Projekte wie Forschungsprojekte oder Transferprojekte in den Bereichen der Versorgungsforschung angeboten.

Wissenschaften im Kontext der Versorgungsforschung

Die Lehr- Lerninhalte der jeweiligen Wissenschaften umfassen überwiegend die Nomenklatur, einschließlich Klassifikationen, die Theorien, die Modelle, die Rahmenkonzepte und die Ansätze, die durch die Wissenschaftsströmungen geprägt sind. Ebenso ist die Theorie- und Methodenentwicklung beschrieben. Darüber hinaus werden in der Versorgungswissenschaft und den Gesundheitswissenschaften inhaltliche Schwerpunkte, z. B. der Medizin, gesetzt. Als Themenschwerpunkte werden Prävention, Gesundheitsförderung und soziale Gerechtigkeit beschrieben. Die Lehr-Lerninhalte der Implementierungswissenschaft umfassen die Implementierungsforschung, die Wissenstranslation, die Dissemination und Evaluation und schließen entsprechend empirische Befunde mit ein. Im Rahmen der Epidemiologie werden klinische, umweltbezogene und geografische Aspekte abgebildet. Auch bevölkerungsbezogene Kennzahlen und die Gesundheitsberichterstattung sind von Bedeutung. Im Rahmen der Pflegewissenschaft sind aktuelle Trends und die Professionalisierung von Bedeutung. Die Pflege-, Therapie- und Hebammenwissenschaft werden herangezogen, um inhaltliche und methodische Beispiele zu nutzen. Die Gerontologie umfasst Bedarfe, z. B. altersdifferenzierte Versorgungsbedarfe, die Bedarfsplanung, aber auch psychiatrische Grundlagen sowie soziologische, demografische, ökonomische, psychologische Fragestellungen sowie rechtliche und ethische Fragen.

Grundlagen und Anwendungsfelder der Versorgungsforschung

Die nationale und internationale Verortung der Versorgungsforschung und deren Grundlagen sind Lehr-Lerninhalt. Differenziert wird zwischen nutzerorientierter und partizipativer Versorgungsforschung, interdisziplinären Forschungsfeldern wie Pflege und Therapieberufe und der Schnittstellenforschung. Im Rahmen einer berufsspezifischen Vertiefung wird eine kombinierte Fall- und Patientenorientierung fokussiert. Die Qualitäts- und Patientensicherheitsforschung, die Einflussfaktoren auf die Patientensicherheit wie Sicherheitskultur, Kommunikation, Interventionen zur Implementierung, das Monitoring und die Messung sind ein Thema. Ein besonderes Augenmerk richtet sich auf die fachbezogene Versorgungsforschung. Die Anwendungsfelder der Versorgungsforschung umfassen beispielsweise die Versorgungsqualität, sektorübergreifende Versorgungskonzepte, die Berücksichtigung regional- und altersdifferenzierter Versorgungsbedarfe und -konzepte, die Evaluation gesundheitlicher Dienstleistungen, die Professionsentwicklung und interdisziplinäre Versorgungsgestaltung und technische Innovationen und insbesondere digitale Innovationen („digitales Gesundheitswesen“) sowie weitere ausgewählte Felder wie klinische Studien zu Medizinprodukten und diagnostischen Methoden.

Methodik und wissenschaftliches Arbeiten

Neben der Wissenschaftstheorie erstrecken sich die Lehr-Lerninhalte zu den wissenschaftlichen Designs über die Grundlagen-, die Interventions-, Evaluations- und partizipativen Forschung. Neben den Grundlagen zur empirischen Forschung, einschließlich des Forschungsprozesses, ist die quantitative und qualitative Forschung unter Berücksichtigung von Designs und Methodologien, Auswertungsverfahren und -maße Gegenstand der Lehre. Mixed Method-Designs und Methoden der Triangulation sind ebenso von Bedeutung. Darüber hinaus sind die Merkmale und Voraussetzungen der Studienqualität wichtige Gegenstände der methodenorientierten Lehre. Konkrete Inhalte sind z. B. Gütekriterien, wissenschaftliche Standards und Anforderungen an die Durchführung und Berichterstattung von (systematischen-) Literaturarbeiten. Das Wissenschaftssystem und Themen wie Wissenschaftsakteure, Forschungsförderung, Antragsstellung, Projektmanagement, Publikationsqualifikationen sind weitere Inhalte der Modulhandbücher.

Versorgung im Gesundheitswesen

Die Lehr-Lerninhalte umfassen die Makro-, Meso- und Mikroebene der Versorgung unter Berücksichtigung der gesundheitspolitischen Strukturen und Prozesse. Hierbei werden Anforderungen und Versorgungsbedarfe im Gesundheitswesen thematisiert und ein integriertes Versorgungsmanagement, Qualitäts- und Risikomanagement, Changemanagement sowie die Organisations- und Personalentwicklung werden berücksichtigt. Ebenso sind die Betriebswirtschaftslehre, Medizinisches Controlling sowie Recht und Mediation Gegenstand der Lehr-Lerninhalte.

Ethik in Forschung und Praxis

Ethik in Bezug auf die Versorgung, unter Berücksichtigung ethischen Handelns, Gerechtigkeit und Professionalisierung, die Bildung unter Berücksichtigung von Standards und die Forschung einschließlich Beratung und Standards sind ebenso von Bedeutung.

Anwendung der Lehr-Lerninhalte der Studiengänge der Versorgungsforschung

Insgesamt zeigt sich, dass verschiedene Methoden zur Förderung der Anwendung der Lehr-Lerninhalte in den Modulhandbüchern verankert sind. Diese umfassen Begleitseminare, um die erworbenen Kenntnisse und Kompetenzen anhand der Lektüre einschlägiger Studien und Planung beispielhafter Forschungsprojekte zu vertiefen, Forschungswerkstätten, um den Forschungsprozess zu durchlaufen und dessen methodische Herausforderungen kennenzulernen, Projekte zu spezifischen Anwendungsfeldern der Versorgungsforschung sowie als Möglichkeit, Forschungsprojekte und deren Management, teils über drei Semester, zu erproben. Darüber hinaus bieten Forschungspraktika die Möglichkeit der Praxisvernetzung, feldbezogen Versorgung zu analysieren und Forschungsmethoden zu erproben. Masterarbeiten und Forschungskolloquien runden die Möglichkeit, Versorgungsforschung anzuwenden und zu reflektieren, ab.

Diskussion

Das Ziel war es, die derzeit in Deutschland akkreditierten Versorgungsforschungsstudiengänge zu beschreiben und diese im Hinblick auf ihre Strukturdaten und ihre Inhalte zu analysieren sowie darauf basierend eine Diskussionsgrundlage für ein konsentiertes Kerncurriculum zu schaffen. Die 6 analysierten Studiengänge zeigen sich hinsichtlich ihrer strukturellen Merkmale und lehr-lerninhaltlichen Ausrichtung in den wesentlichen Punkten als homogen. Ziel aller Studiengänge ist es, fach- und disziplinübergreifende personale und soziale Kompetenzen zu fördern, um Versorgungsbedarfe im Gesundheitswesen zu identifizieren, Innovationen der Versorgung zu entwickeln, zu initiieren, zu evaluieren und kritisch zu reflektieren. Die Lehr-Lerninhalte decken sich in Bezug auf Terminologie, Rahmenkonzepte, Modelle, Theorien, empirische Versorgungsforschungsmethoden sowie hinsichtlich der System-, Professions- und Institutionsfaktoren mit den derzeitig beschriebenen Gegenständen und den Praxisanforderungen. Dies zeigt eine Analyse der Stellenausschreibungen im Gebiet der Versorgungsforschung. Die häufigsten Stellen werden in den Bereichen Wissenschaft und Forschung, Interessensvertretung, Datenmanagement und Versorgungsmanagement ausgeschrieben. Zu den benannten Qualifikationsprofilen gehören insbesondere Methodenkompetenzen und Kenntnisse des deutschen Gesundheitswesens 15 . Es existieren mittlerweile zahlreiche Health Services Research Masterstudiengänge an US-amerikanischen (z. B. Ann Arbor, Boston, Chicago, New York), kanadischen (z. B. Toronto, Halifax), britischen (z. B. Newcastle, Rochester) und australischen (z. B. Sydney) Universitäten. Diese sind zumeist an den Schools of Public Health oder an den Medizinischen Fakultäten der jeweiligen Standorte angesiedelt. An der Stanford University sind Ausbildung und Forschung in den Bereichen Versorgungsforschung und Medizinische Informatik eng vernetzt 16 . Am Standort Lübeck wird diese Vernetzung von Versorgungsforschung und Informatik bereits praktiziert, insbesondere durch die Vertiefungsrichtung „Digitales Gesundheitswesen“ in dem Studiengang „Gesundheits- und Versorgungswissenschaften“. Ein solches Vorgehen könnte auch an deutschen Hochschulstandorten in Deutschland Synergien schaffen und auf die interdisziplinären Arbeitsanforderungen in der Versorgungsforschung vorbereiten. Im Hinblick auf den Forschungsgegenstand können traditionell die Studiengänge der Versorgungsforschung, der Public Health und Gesundheitsökonomie voneinander unterschieden werden 2 . Dennoch können ebenso Überschneidungen aufgrund engen Beziehungen zu den Disziplinen wie auch Gegenstände, in denen die Versorgungsforschung über die Forschungsdisziplinen hinaus geht, sichtbar gemacht werden. Die interprofessionell geprägte Versorgungsforschung mit den Alltagsbedingungen der Versorgung im Fokus geht über die individuellen Disziplinen Public Health und Gesundheitsökonomie (und weitere) hinaus. Sie hat zum Ziel „(…) ausgehend von der Patienten- sowie Populationsperspektive und vor dem Hintergrund komplexer Kontextbedingungen die Versorgungsstrukturen und -prozesse der Gesundheitsversorgung [zu untersuchen], den Outcome auf der Ebene der Alltagsversorgung [zu beschreiben] und komplexe Interventionen zur Verbesserung der Versorgung zu [evaluieren]“ 2 . Public Health richtet sich auf die Bevölkerungspopulationen oder größere Subpopulationen vor dem Hintergrund von Krankheitsprävention und Gesundheitsförderung aus und berücksichtigt hierbei die Angemessenheit von Ressourcen unter ethischen, kulturellen und medizinischen Gesichtspunkten 17 . Die Gesundheitsökonomie richtet sich vorrangig auf die „Ressourcenallokation“ und die „Effizienz des Ressourceneinsatzes“ 2 . Traditionell steht Public Health für den gesundheitsbezogenen Populationsbezug, der in der Versorgungsforschung dann an Bedeutung gewinnt, wenn ein individueller Versorgungsbezug unter Alltagsbedingungen gegeben ist, wie es bspw. bei Maßnahmen der Patientenedukation der Fall sein kann. Schnittstellen zur Gesundheitsökonomie entstehen dann, wenn beispielsweise die „Versorgungseffizienz“, „sozioökonomische Krankheitslast“ oder „Implementierungskosten“ eine Rolle spielen 2 . Das Erkenntnisinteresse der Versorgungsforschung ist damit umfassender und bezieht sich vor dem Hintergrund der Alltagswirksamkeit auf das komplexe Zusammenspiel von Strukturen, Prozessen und Ergebnissen der Versorgung. In der Analyse konnten daher auch traditionelle Module von Public Health, z. B. Epidemiologie, und der Gesundheitsökonomie in den bestehenden Studiengängen der Versorgungsforschung identifiziert werden. International zeigt sich, dass die „Public Health-Forschung“, die „Krankenhausforschung“ und die „Pflegeforschung “ oft gemeinsam in den Dienst der „Community Health-Forschung“ gestellt werden 18 . Es wird im Bereich der Versorgungsforschung derzeit eher erwartet, dass die Masterstudierenden der Versorgungsforschung ihren Bachelorabschluss in einer wissenschaftlichen Bezugsdisziplin der Versorgungsforschung absolvieren, ggfs. kombiniert mit einem Gesundheitsberuf. Inwieweit dieses erforderlich ist, könnte ebenso zukünftig diskutiert werden. Verbleibstudien können Hinweise darauf geben, welche Qualifikationsniveaus im Zusammenhang mit den jeweiligen zukünftigen Arbeitsfeldern angemessen sind. Ebenso ließen sich auf entsprechender Datenbasis weitere Schwerpunkte für Lehr- Lerninhalte ableiten. Diese Ergebnisse könnten unter Berücksichtigung aktueller Diskurse und weiterer Erkenntnisse als Grundlage für Empfehlungen zur Entwicklung eines Kerncurriculums dienen. Beispiele für das Gelingen eines solchen Vorhabens sind das Kerncurriculum Pflegewissenschaft 19 oder das internationale Kerncurriculum Public Health 20 21

Limitationen

Die Inhaltsanalyse stand aufgrund unterschiedlicher Ordnungslogiken der Modulhandbücher, Abstraktionsniveaus und Bezeichnungen teils ähnlicher Lehr-Lerninhalte vor besonderen Herausforderungen. Es kann angenommen werden, dass auch nicht explizierte Lehr -Lerninhalte möglicherweise im Rahmen der Veranstaltungen zum Tragen kommen. Schließlich könnte ein Bestätigungsfehler (Confirmation Bias) vorliegen. Die Analyse wurde durch einen Autor durchgeführt, der einem der zu analysierenden Studiengänge angehörig ist. Ein möglicher Bias wurde vermieden, indem alle führenden Angehörigen der Studiengänge die Möglichkeit wahrgenommen haben, das Analyseprotokoll kritisch zu kommentieren und die Analyse in Diskussion mit den Analyseverantwortlichen mitzugestalten. Zudem wurde eine der Koautorinnen (NE) supervidierend eingesetzt, die keinen der analysierten Studiengänge vertritt. Überprüfungen des Kodierungsprozesses und der Kodierqualität fanden in Zusammenarbeit mit einer weiteren Koautorin statt (CH).
  15 in total

1.  Training synergies between medical informatics and health services research: successes and challenges.

Authors:  Edward H Shortliffe; Alan M Garber
Journal:  J Am Med Inform Assoc       Date:  2002 Mar-Apr       Impact factor: 4.497

2.  [Methods of health economic evaluation for health services research].

Authors:  A Icks; N Chernyak; K Bestehorn; B Brüggenjürgen; J Bruns; O Damm; C-M Dintsios; K Dreinhöfer; A Gandjour; A Gerber; W Greiner; P Hermanek; F Hessel; R Heymann; E Huppertz; C Jacke; H Kächele; R Kilian; D Klingenberger; P Kolominsky-Rabas; H Krämer; C Krauth; M Lüngen; T Neumann; F Porzsolt; A Prenzler; F Pueschner; R Riedel; A Rüther; H J Salize; E Scharnetzky; W Schwerd; H-K Selbmann; H Siebert; D Stengel; S Stock; H Völler; J Wasem; M Schrappe
Journal:  Gesundheitswesen       Date:  2010-09-23

3.  [Epidemiological methods for health services research].

Authors:  G Glaeske; M Augustin; H Abholz; N Banik; B Brüggenjürgen; J Hasford; W Hoffmann; J Kruse; S Lange; T Schäfer; I Schubert; H-J Trampisch; J Windeler
Journal:  Gesundheitswesen       Date:  2009-10-05

4.  [Memorandum III, Part 3: Quality of Care and Patient Safety Research Methods].

Authors:  Max Geraedts; Saskia E Drösler; Klaus Döbler; Maria Eberlein-Gonska; Günther Heller; Silke Kuske; Tanja Manser; Brigitte Sens; Jürgen Stausberg; Matthias Schrappe
Journal:  Gesundheitswesen       Date:  2017-09-28

5.  [Good Practice of Secondary Data Analysis (GPS): guidelines and recommendations].

Authors:  E Swart; H Gothe; S Geyer; J Jaunzeme; B Maier; T G Grobe; P Ihle
Journal:  Gesundheitswesen       Date:  2015-01-26

6.  [DNVF-Memorandum III - Methods for Health Services Research, Part 4 - Concept and Methods for Organizational Health Services Research. Chapter 3 - Methodological Approaches for the Evaluation and Implementation of Complex Interventions in Healthcare Organizations].

Authors:  Markus Antonius Wirtz; Eva Maria Bitzer; Ute-Susann Albert; Lena Ansmann; Martina Bögel; Nicole Ernstmann; Alfons Hollederer; Kira Isabel Hower; Marina Nowak; Horst Christian Vollmar
Journal:  Gesundheitswesen       Date:  2019-04-05

Review 7.  [Memorandum Registry for Health Services Research: Update 2019].

Authors:  Jürgen Stausberg; Birga Maier; Kurt Bestehorn; Holger Gothe; Oliver Groene; Christian Jacke; Martina Jänicke; Tanja Kostuj; Tim Mathes; Anna Niemeyer; Kerstin Olbrich; Jochen Schmitt; Edmund Neugebauer
Journal:  Gesundheitswesen       Date:  2020-02-18

8.  [Who needs health services researchers? The occupational profile according to job advertisements in Germany].

Authors:  Charlotte Ullrich; Anna Stürmlinger; Michel Wensing
Journal:  Z Evid Fortbild Qual Gesundhwes       Date:  2019-10-25

9.  [Assessment of quality of life in health services research - conceptual, methodological and structural prerequisites].

Authors:  M Koller; E A M Neugebauer; M Augustin; A Büssing; E Farin; M Klinkhammer-Schalke; W Lorenz; K Münch; C Petersen-Ewert; N von Steinbüchel; B Wieseler
Journal:  Gesundheitswesen       Date:  2009-10-05

10.  Application of the Intervention Mapping Framework to Develop an Integrated Twenty-First Century Core Curriculum-Part 1: Mobilizing the Community to Revise the Masters of Public Health Core Competencies.

Authors:  Rita DeBate; Jaime A Corvin; Kate Wolfe-Quintero; Donna J Petersen
Journal:  Front Public Health       Date:  2017-11-01
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