| Literature DB >> 33048223 |
K Lewandowski1, R H Bartlett2.
Abstract
Somewhere in the USA, shortly before Christmas, tipsy Charlie Cratchit intends to cross a street but is hit by an oncoming city bus und suffers severe trauma: serial rib fracture, femoral fracture, fibula fracture, splenic, pancreatic and bowel ruptures. He is operated on in a maximum care hospital and then transferred to the critical care unit. From then on, an anonymous, very experienced physician continuously takes care of him. Four nights before Christmas, the ghost of the famous British physiologist Ernest Henry Starling appears at the patient's bed. The ghost involves the anonymous physician in a dialogue and is very interested in the inserted Swan-Ganz catheter, then he disappears. He repeats his visits the next 3 nights. On the first occasion he is displeased with Cratchit's low haematocrit, the second time he dislikes the mechanical ventilator settings, and on his final visit he is concerned with Cratchit's clinical nutrition. At first, the anonymous physician is indignant with the ghost's criticism and indoctrinations, but then recognizes that ultimately they are the key to Cratchit's convalescence and acts accordingly. Successfully! Following the ghost's proposals, he changes the ventilator settings, transfuses 3 units of packed red blood cells, and starts clinical nutrition. Shortly thereafter, Cratchit's trachea is extubated, and on New Year's Day he is ready to be discharged from the critical care unit. In this essay, Robert Bartlett transposed Charles Dickens' "Christmas Carol" into the world of critical care. Its intention is to encourage the intensivist to scrutinize common therapeutic measures, such as mechanical ventilation, haemodynamic interventions and transfusion of blood products. Background information and comments on the addressed problems of modern intensive care are provided subsequent to the essay.Entities:
Keywords: Anaemia; Clinical nutrition; Ernest Starling; Haemodynamics; Mechanical ventilation
Year: 2020 PMID: 33048223 PMCID: PMC7550839 DOI: 10.1007/s00101-020-00835-1
Source DB: PubMed Journal: Anaesthesist ISSN: 0003-2417 Impact factor: 1.041

Lewis *1910 in Concord/Massachusetts, USA, †1995, Massachusetts, USA | Lewis Dexter, ein Kardiologe, war der erste Mensch, der einen Herzkatheter in „Wedge“ ( |
Adolf Eugen *03.09.1829 in Kassel, †21.08.1901 in Blankenberge/Westflandern, Belgien | Der deutsche Physiologe Adolf Fick veröffentlichte 1870 ein Verfahren zur Bestimmung des Herzzeitvolumens aus der Differenz von arteriellem und venösem Sauerstoffgehalt. Es wurde später als Ficksches Prinzip bezeichnet und fand weltweite Anerkennung und Verbreitung [ HZV: Herzzeitvolumen CaO2: arterieller Sauerstoffgehalt CvO2: gemischtvenöser Sauerstoffgehalt Diese Gleichung lässt sich nun nach dem HZV auflösen und lautet dann: Dass das Ficksche Prinzip auch für den Menschen gilt, konnte erst 1930 durch die waghalsige Untersuchung von Baumann und Grollmann bestätigt werden [ |
Friedrich Wilhelm Ferdinand Otto *21.06.1865, in Groß-Umstadt/Odenwald, †12.11.1944 München | Von 1891 bis 1893 arbeitete er in Leipzig an der weltberühmten Physiologischen Anstalt von Carl Ludwig, ging 1894 zu Carl Voit nach München und habilitierte sich dort 1895 mit einer wegweisenden Arbeit über die Dynamik des Herzmuskels [ Anekdotisch ist erwähnenswert, dass Frank sich zeitweilig intensiv mit dem Phänomen der „denkenden Tiere“ beschäftigte. In einer vielgelesenen Veröffentlichung gab er Ratschläge wie man angebliche mathematische Fähigkeiten von Tieren entlarven konnte [ |
Dickinson Woodruff *30.10.1895 in Orange, New Jersey, USA, †23.02.1973 in Lakeville, Connecticut, USA | Richards war ein US-amerikanischer Internist und Physiologe. Er beschäftigte sich mit dem gesamten Gebiet der Herz-Kreislauf- und Lungenphysiologie und pflegte eine intensive Zusammenarbeit mit Frédéric Cournand. Sie entwickelten die Herzkatheterisierung weiter und führten ab 1945 das Ficksche Prinzip zur Bestimmung des Herzzeitvolumens in die Klinik ein [ |
Ernest Henry *17.04.1866 in London, GB, †02.05.1927 in Jamaika | Im Jahr 1896 stellte er die nach ihm benannte Gleichung auf. Sie beschreibt den durch hydrostatische und onkotische Kräfte verursachten Nettofluss über eine kapilläre Membran [ Jv: Flüssigkeitsbewegung zwischen Kompartimenten Kf: Filtrationskoeffizient Pc: hydrostatischer Druck in den Blutkapillaren PI: hydrostatischer Druck im Interstitium σ: Reflexionskoeffizient πc: onkotischer Druck in den Kapillaren πi: onkotischer Druck im Interstitium Später fand man, dass der Effekt des onkotischen Drucks im Interstitium auf den transvaskulären Flüssigkeitsaustausch viel geringer ausfiel als die Starling-Gleichung es vorhersagte. Dies lag an dem von der Glykokalix-Schicht ausgeübten onkotischen Druck. Daher wurde in der überarbeiteten Starling-Gleichung der Parameter πi durch πg, den onkotischen Druck in der Glykokalix, ersetzt [ Weiterhin war Starling an der Entdeckung des Frank-Straub-Starling-Mechanismus beteiligt. Er beschrieb diesen zwischen 1912 und 1914 in 4 Veröffentlichungen [ Dieser Mechanismus beschreibt einen autonomen Regelkreis, nämlich den Zusammenhang zwischen Füllung und Auswurfleistung des Herzens: Mit einem Anstieg des enddiastolischen Ventrikelvolumens ist ein Anstieg der Ventrikelleistung verbunden. Bei zu starker Zunahme des enddiastolischen Ventrikelvolumens kommt es jedoch zur Entwicklung einer Herzinsuffizienz. |





