| Literature DB >> 34811686 |
Helen Güther1, Heike Baranzke2, Ulrike Höhmann3.
Abstract
Entities:
Mesh:
Year: 2021 PMID: 34811686 PMCID: PMC8608428 DOI: 10.1007/s15006-021-0285-x
Source DB: PubMed Journal: MMW Fortschr Med ISSN: 1438-3276
| Prozessschritte/Aus- und Behandlungsphasen | Maßnahmen |
|---|---|
| 1. Beginnen Sie mit der Identifikation des herausfordernden Verhaltens | - In welcher Situation wird welches Verhalten als belastend wahrgenommen? - Tritt das Verhalten neu oder wiederkehrend auf? - Für wen ist das Verhalten in welcher Hinsicht belastend? Für die demenzbetroffene Person, die Mitbewohner, die Betreuungspersonen? - Welche Maßnahmen zur Beeinflussung des HV in der Vergangenheit wurden unternommen? |
| 2. Führen Sie Assessments durch und überprüfen Sie, ob die Basisbedürfnisse erfüllt sind | - Hunger, Durst, funktionstüchtige Brille, Hörgeräte, Toilettengänge - Stress auslösende Umgebungsbedingungen - Balance zwischen stimulierenden und entspannenden Tagesaktivitäten - Gestaltung sinnhafter, beziehungsbasierter Interaktionen mit der Person mit Demenz - Pflegerische Assessments (DCM, H.I.L.DE.-QS) - Schmerzassessments (BESD, BISAD) - Geriatrisches Assessment (MAGIC) - Geriatrisches Ambulantes Mundgesundheits-Screening (GAMS) - Neurologische Assessments (NPI, BEHAVE-AD, CERAD-BRSD) |
| 3. Erstellen Sie ein individuell gestaltetes Probekonzept nicht medikamentöser Therapien | - Erprobung und Variation sowohl psychosozialer als auch situativer, umgebungsgestaltender Interventionen - wie in der S3-Leitlinie "Demenzen" empfohlen (Validation, Musiktherapie etc.) - Evaluierung der in einem definierten Zeitrahmen durchgeführten Intervention - Dokumentation und Kommunikation erfolgreicher Interventionen im multiprofessionellen Team |
| 4. Erstellen Sie ein probeweise angelegtes, analgetisches Konzept | - Erstellung und Erprobung eines neuen Konzepts oder (modifizierender) Rückgriff auf ein bestehendes Konzept der Bedarfsmedikation, das ggf. die Steigerung von Analgetika erlaubt |
| 5. Erstellen Sie ein probeweise angelegtes, psychopharmakologisches Konzept und ziehen Sie ggf. fachärztlichen (insbesondere psychiatrischen und neurologischen) Rat hinzu | - Abwägung potenzieller Nebenwirkungen gegenüber der zu erzielenden Lebensqualität für den Bewohner - Überwachung der pharmakologischen Behandlung hinsichtlich neu auftretender Probleme - Regelmäßige Durchführung umfassender Assessments - Entwicklung klarer Kriterien für die Evaluation von Problemen, Effektivität, Behandlungsbedarf und möglichen Nebenwirkungen |
