| Literature DB >> 34794181 |
Julian Wangler1, Michael Jansky1.
Abstract
BACKGROUND: General practitioners are considered to be well suited when it comes to addressing the information and care needs of family caregivers. The aim of the present study is to examine how general practitioners assess their possibilities to support caregivers, what priorities they set and to what extent they experience challenges. METHODS AND PARTICIPANTS: In the course of an online survey with a postal cover letter, a total of 3,556 GPs in in Baden-Württemberg, Hesse and Rhineland-Palatinate were interviewed between February and June 2021. Due to the exploratory approach of the study, only a descriptive data analysis was carried out.Entities:
Mesh:
Year: 2021 PMID: 34794181 PMCID: PMC8714302 DOI: 10.1055/a-1671-8621
Source DB: PubMed Journal: Dtsch Med Wochenschr ISSN: 0012-0472 Impact factor: 0.628
Wahrgenommene Betreuungsbedürfnisse in Gegenüberstellung mit Betreuungsprioritäten.
| Es ist pflegenden Personen wichtig, dass der Hausarzt/die Hausärztin… | Sehr wichtig/ | Sehr wichtig/ | Sehr wichtig/ | Bei der Betreuung von pflegenden Angehörigen halte ich für besonders wichtig, dass der Hausarzt/die Hausärztin… | Ausgewählt (max. 6 Punkte konnten genannt werden; N = 3556) | Urbane Ärzt*innen (n = 1780) vs. Landärzt*innen (n = 1776) | Ärzt*innen mit geriatr. Weiterbildung (n = 641) vs. ohne (n = 2915) |
| …viel über den Alltag und die Herausfor-derungen pflegender Angehöriger weiß, mit dem Thema gut vertraut ist und auf diesem Gebiet kompetent ist. | 91 % (3249) | 98 % (1740)/85 % (1509) | 99 % (638)/89 % (2611) | …viel über den Alltag und die Herausforderungen pflegender Angehöriger weiß, mit dem Thema gut vertraut und auf diesem Gebiet kompetent ist. | 32 % (1152) | 31 % (555)/33 % (597) | 51 % (323)/28 % (829) |
| …ihre persönliche Situation bei der Pflege gut kennt. | 95 % (3370) | 90 % (1604)/99 % (1766) | 99 % (634)/94 % (2736) | …die persönliche Situation bei der Pflege gut kennt. | 75 % (2671) | 75 % (1333)/75 % (1338) | 53 % (340)/80 % (2331) |
| …sich für die Probleme pflegender Ange-höriger zuständig fühlt und pflegenden Personen bei Schwierigkeiten mit Rat und Tat zur Seite steht. | 91 % (3247) | 85 % (1509)/98 % (1738) | 99 % (634)/89 % (2613) | …sich für die Probleme pflegender Angehöriger zuständig fühlt und ihnen mit entsprechend bei Schwierigkeiten mit Rat und Tat zur Seite steht. | 34 % (1200) | 32 % (568)/36 % (632) | 20 % (128)/37 % (1072) |
| …nicht wartet, bis pflegende Personen Probleme von sich aus thematisieren, sondern sie aktiv darauf anspricht. | 67 % (2388) | 55 % (970)/80 % (1418) | 99 % (637)/60 % (1751) | …nicht wartet, bis pflegende Personen Probleme von sich aus thematisieren, sondern sie aktiv darauf anspricht. | 3 % (89) | 5 % (79)/1 % (10) | 11 % (71)/1 % (18) |
| …pflegende Angehörige emotional bei der Pflege unterstützt, z. B. Zuversicht vermittelt. | 74 % (2627) | 61 % (1092)/86 % (1535) | 96 % (616)/69 % | …pflegende Angehörige emotional bei der Pflege unterstützt, z. B. indem er/sie Zuversicht vermittelt. | 13 % (460) | 11 % (204)/14 % (256) | 6 % (39)/14 % (421) |
| …Entscheidungen zur Versorgung des Pflegebedürftigen mit der pflegenden Person gemeinsam trifft. | 85 % (3032) | 80 % (1426)/90 % (1606) | 99 % (633)/82 % (2399) | …Entscheidungen zur Versorgung des Pflegebedürftigen mit der pflegenden Person gemeinsam trifft. | 14 % (499) | 8 % (134)/21 % (365) | 15 % (98)/13 % (401) |
| …nicht nur die Bedürfnisse des Pflegebe-dürftigen sieht, sondern auch die Ansichten, Bedarfe und Belastungen der pflegenden Person. | 91 % (3247) | 87 % (1551)/95 % (1696) | 98 % (624)/89 % (2623) | …nicht nur die Bedürfnisse des Pflegebedürftigen sieht, sondern auch die Ansichten, Bedarfe und Belastungen der pflegenden Person. | 11 % (372) | 8 % (145)/12 % (227) | 5 % (32)/12 % (340) |
| …die pflegebedürftige Person bei Entscheidungen einbezieht und auf deren Wünsche eingeht. | 96 % (3402) | 94 % (1668)/98 % (1734) | 100 % (641)/95 % (2761) | …die pflegebedürftige Person bei Entscheidungen einbezieht und auf deren Wünsche eingeht. | 22 % (765) | 13 % (241)/29 % (524) | 21 % (135)/22 % (630) |
| …die pflegende Person ermutigt, ihre eigenen gesundheitlichen Anliegen anzusprechen. | 85 % (3032) | 76 % (1355)/94 % (1677) | 100 % (641)/82 % (2391) | …die pflegende Person ermutigt, ihre eigenen gesundheitlichen Anliegen anzusprechen. | 4 % (146) | 2 % (28)/7 % (118) | 15 % (96)/2 % (50) |
| …Hausbesuche durchführt, um die pflegende Person zu entlasten und sich ein Bild vom Pflegebedürftigen in der häuslichen Umgebung zu machen. | 68 % (2426) | 51 % (911)/85 % (1515) | 68 % (432)/69 % (1994) | …Hausbesuche durchführt, um die pflegende Person zu entlasten und sich ein Bild vom Pflegebedürftigen in der häuslichen Umgebung zu machen. | 6 % (226) | 6 % (107)/7 % (119) | 1 % (7)/7 % (219) |
| …der pflegenden Person Zeit lässt, über wichtige Entscheidungen zur Pflege nachzudenken. | 85 % (3034) | 86 % (1535)/84 % (1499) | 100 % (641)/82 % (2393) | …der pflegenden Person Zeit lässt, über wichtige Entscheidungen zur Pflege nachzudenken. | 20 % (696) | 24 % (419)/16 % (277) | 21 % (135)/19 % (561) |
| …die pflegende Person auf Hilfs- und Betreuungsangebote vor Ort zur Unterstützung der Pflege hinweist (z. B. Kurzzeitpflege, Pflegestützpunkte). | 84 % (2994) | 96 % (1711)/72 % (1283) | 98 % (623)/82 % (2371) | …die pflegende Person auf Hilfs- und Betreuungsangebote vor Ort zur Unterstützung der Pflege hinweist (z. B. Kurzzeitpflege, Pflegestützpunkte). | 29 % (1046) | 46 % (823)/13 % (223) | 58 % (372)/23 % (674) |
| …der pflegenden Person Unterstützungs- und Betreuungsangebote vermittelt. | 49 % (1758) | 61 % (1098)/37 % (660) | 55 % (353)/48 % (1405) | …der pflegenden Person Unterstützungs- und Betreuungsangebote vermittelt. | 15 % (536) | 26 % (455)/5 % (81) | 59 % (382)/5 % (154) |
| …die pflegende Person zu rechtlichen Aspekten berät (z. B. Vorsorge-vollmacht, Betreuung, ‚Autofahren‘). | 56 % (1984) | 65 % (1156)/47 % (828) | 65 % (417)/54 % (1567) | …die pflegende Person zu rechtlichen Aspekten berät (z. B. Vorsorgevollmacht, Betreuung, ‚Autofahren‘). | 3 % (107) | 6 % (98)/1 % (9) | 11 % (71)/1 % (36) |
| …regelmäßig Verlaufsbeobachtungen durchführt, inwiefern sich der körperliche und/oder psychische Zustand des Gepflegten entwickelt hat. | 80 % (2848) | 75 % (1335)/85 % (1513) | 99 % (639)/75 % (2209) | …regelmäßig Verlaufsbeobachtungen durchführt, inwiefern sich der körperliche und/oder psychische Zustand des Gepflegten entwickelt hat. | 28 % (983) | 28 % (491)/28 % (492) | 15 % (96)/30 % (887) |
| …frühzeitig eine Diagnose stellt, damit Klarheit besteht und Pflegender und Gepflegter sich auf künftige Entwicklungen einstellen können. | 90 % (3208) | 92 % (1637)/88 % (1571) | 98 % (630)/88 % (2578) | …frühzeitig eine Diagnose stellt, damit Klarheit besteht und Pflegender und Gepflegter sich auf künftige Entwicklungen einstellen können. | 11 % (406) | 9 % (166)/13 % (240) | 5 % (35)/13 % (371) |
| …den pflegenden Angehörigen selbst therapeutisch begleitet bzw. behandelt. | 75 % (2650) | 69 % (1219)/81 % (1431) | 91 % (580)/71 % (2070) | …den pflegenden Angehörigen selbst therapeutisch begleitet, ihn/sie behandelt. | 30 % (1089) | 23 % (385)/40 % (704) | 42 % (266)/28 % (823) |
| …den Pflegenden und Gepflegten zu kundigen Fachärzten weiter vermittelt. | 99 % (3512) | 99 % (1756)/99 % (1756) | 99 % (634)/99 % (2878) | …den Pflegenden und Gepflegten zu kundigen Fachärzten weiter vermittelt. | 72 % (2564) | 81 % (1430)/64 % (1134) | 69 % (443)/73 % (2121) |
| …auf Seiten des Gepflegten durch Erklärungen Einsicht in den Zustand schafft und dadurch die Tätigkeit der pflegenden Person unterstützt. | 96 % (3402) | 96 % (1699)/96 % (1703) | 99 % (634)/95 % (2768) | …auf Seiten des Pflegebedürftigen durch Erklärungen Einsicht in den Zustand schafft und dadurch unterstützt dadurch dessen Pflegetätigkeit unterstützt. | 16 % (581) | 14 % (256)/18 % (325) | 10 % (65)/18 % (516) |
| …die Pflegeperson frühzeitig ‚auf dem Schirm hat‘, weiß, dass wer für die Pflege des Angehörigen zuständig ist. | 80 % (2840) | 81 % (1442)/79 % (1398) | 88 % (560)/79 % (2280) | …die Pflegeperson frühzeitig ‚auf dem Schirm‘ hat, früh weiß, dass diese für die Pflege des Angehörigen zuständig ist. | 2 % (72) | 4 % (63)/1 % (9) | 9 % (57)/1 % (15) |
Antworten zu Frage 13: „Die hausärztliche Unterstützung pflegender Angehöriger kann verschiedene Herausforderungen mit sich bringen. Bitte geben Sie jeweils an, für wie groß Sie die folgenden Herausforderungen tendenziell halten?“
| Sehr groß/ | Sehr groß/ | Sehr groß/ | |
| Frühzeitige Identifizierung und Ansprache pflegender Angehöriger | 59 % (2098) | 59 % (1778)/59 % (1778) | 44 % (280)/63 % (1818) |
| Sicherstellung eines regelmäßigen Austauschs (z. B. weil pflegende Person einen anderen Hausarzt hat und so kein automatischer Gesprächsanlass besteht) | 43 % (1528) | 47 % (843)/38 % (685) | 26 % (167)/47 % (1361) |
| Genügend Zeit für die Beratung pflegender Angehöriger zur Verfügung stellen | 68 % (2432) | 75 % (1334)/62 % (1098) | 44 % (282)/74 % (2150) |
| Compliance pflegender Angehöriger sicherstellen | 10 % (340) | 12 % (205)/8 % (135) | 2 % (11)/11 % (329) |
| Möglichst unverzögerte Einschätzung, welche konkreten Bedürfnisse bzw. Probleme die pflegende Person hat | 26 % (928) | 23 % (402)/30 % (526) | 6 % (38)/31 % (890) |
| Im Fall einer Dekompensation zeitnahe Entlastungsoptionen realisieren, ohne dass dabei die Pflegesituation destabilisiert wird | 87 % (3124) | 84 % (1500)/91 % (1624) | 83 % (532)/89 % (2592) |
| Rechtliche Beratung pflegender Angehöriger | 54 % (1896) | 47 % (842)/59 % (1054) | 23 % (145)/60 % (1751) |
| Bedürfnisse und Wünsche des Pflegenden und Gepflegten gleichermaßen berücksichtigen | 44 % (1578) | 46 % (825)/42 % (753) | 12 % (74)/52 % (1504) |
| Individuell passgenaue Unterstützungs-, Hilfs- und Entlastungsangebote in der Umgebung finden | 79 % (2800) | 69 % (1225)/88 % (1575) | 54 % (343)/85 % (2457) |
| Rasche Verfügbarkeit von Entlastungsangeboten (z. B. Kurzzeit-/Tagespflege, psychosoziale Angebote) | 89 % (3144) | 83 % (1483)/93 % (1661) | 74 % (471)/92 % (2673) |
Antworten zu Frage 23: „Hier stehen zwei Aussagen, die von Hausärzt*innen aus einer vorangegangenen Interviewstudie stammen. Wie stehen Sie zu diesen Aussagen?“
| Stimme voll und ganz zu/Stimme eher zu | Stimme voll und ganz zu/Stimme eher zu | Stimme voll und ganz zu/Stimme eher zu | |
| „Hausärzt*innen sollten als vorrangige Anlaufstelle für die Bedürfnisse pflegender Personen zuständig sein und die Pflege konsequent koordinieren.“ | 77 % (2756) | 70 % (1236)/86 % (1520) | 77 % (497)/77 % (2259) |
| „Ich würde gerne eine wichtigere und präsentere Rolle für pflegende Angehörige spielen, kann dies aber aufgrund der derzeitigen Rahmenbedingungen nicht tun.“ | 56 % (1985) | 49 % (879)/62 % (1106) | 54 % (346)/56 % (1639) |