Literature DB >> 34705057

[Rare encephalitis after vaccination against SARS-CoV-2].

Frédéric Zuhorn1, Tilmann Graf2, Randolf Klingebiel3, Wolf-Rüdiger Schäbitz2, Andreas Rogalewski2.   

Abstract

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Year:  2021        PMID: 34705057      PMCID: PMC8549423          DOI: 10.1007/s00115-021-01205-x

Source DB:  PubMed          Journal:  Nervenarzt        ISSN: 0028-2804            Impact factor:   1.214


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Hintergrund

Die globale SARS-CoV-2(„severe acute respiratory syndrome coronavirus type 2“)-Pandemie hat weltweit zu mehr als 222 Mio. bestätigten Infektionen und knapp 4,6 Mio. Todesfällen beigetragen [11]. Es bestehen infolge COVID-19 („corona virus disease 2019“) relevante direkte und indirekte Auswirkungen auf die Behandlung neurologischer Erkrankungen. Eine SARS-CoV-2-Infektion geht mit einer erhöhten Inzidenz neurologischer Manifestationen wie Enzephalopathie und Enzephalomyelitis, ischämischem Schlaganfall und intrazerebralen Blutungen, Anosmie und neuromuskulären Erkrankungen einher [1, 7]. Jede neurologische Manifestation ist mit einem erhöhten Risiko für einen längeren Krankenhausaufenthalt und einer höheren Morbidität und Mortalität im Vergleich zu Patienten ohne neurologische Manifestationen verbunden [7]. Die Schwere der Pandemie hat zu einer beispiellosen Anstrengung geführt, mehrere wirksame Impfstoffe zu entwickeln. Aufgrund hervorragender Sicherheits- und Wirksamkeitsdaten aus klinischen Versuchen wurden mittlerweile mehrere Impfstoffe zugelassen und weltweit knapp 5,6 Mio. Impfdosen appliziert [11]. Neben lokalen und systemischen Nebenwirkungen des ChAdOx1 nCoV-19-Impfstoffs (AZD1222) des Pharmaunternehmens AstraZeneca ohne größere klinische Relevanz erregten in jüngster Zeit immer mehr Berichte über autoimmuninduzierte Thrombozytopenien mit anschließender Thrombose Besorgnis [3, 5, 9]. Kürzlich wurden die ersten drei Fälle postvakzinaler Enzephalitiden beschrieben [10], die im engen zeitlichen Zusammenhang mit einer ChAdOx1 nCoV-19-Impfung auftraten.

Fallbeschreibung

Die Patienten (2 Frauen, 1 Mann) im Alter von 21 bis 63 Jahren zeigten das klinische Bild einer Enzephalitis mit Aufmerksamkeits‑/Konzentrationsstörungen, Vigilanzstörung, epileptischem Anfall, Aphasie sowie einem Myoklonus-Opsoklonus-Syndrom. Im Liquor zeigte sich eine lymphozytäre Pleozytose und die MR-Tomographien des Neurokraniums zum Zeitpunkt der Diagnosestellung sowie bei 3‑monatiger Verlaufskontrolle ergaben einen Normalbefund. Eine Übersicht der einzelnen Fälle ist in Tab. 1 dargestellt.
Fall 1Fall 2Fall 3
Alter21 Jahre63 Jahre63 Jahre
GeschlechtWeiblichWeiblichMännlich
SymptomeFieber, Kopfschmerzen, Konzentrations‑/Aufmerksamkeitsstörungen, und epileptischer AnfallProgrediente Gangunsicherheit, Vigilanzstörung, Myoklonus-Opsoklonus-SyndromFieber und isolierte Aphasie
Symptombeginn (Tage nach Impfung)568
MRT Befund bei AufnahmeKeine Enzephalitis, keine Infarkte und keine Blutung, intrakranielle Gefäße ohne eine relevante Läsion, altersentsprechendes cMRTKein Hinweis auf eine entzündliche ZNS-Erkrankung, keine intrakraniellen Metastasen, kein Hinweis auf eine Meningeosis carcinomatosa, bandförmiges Enhancement im linken Thalamus, korrespondierende Suszeptibilitätsartefakte, z. B. im Rahmen einer kapillären TeleangiektasieAltersgerechtes MRT des Neurokraniums ohne sicheres Bildkorrelat für die aktuelle Klinik, zumal keine Enzephalitis
EEG-BefundAllgemeinveränderungen mit Theta-Wellen, keine epilepsietypischen PotenzialeAllgemeinveränderungen mit Theta- und Delta-Wellen, keine epilepsietypischen PotenzialeNormales EEG

Liquorbefund

Normalbefund: Leukozyten <5/µl, Erythrozyten <100/µl, Glukose im Liquor <75 mg/dl (< 4,2 mmol/l), Laktat im Liquor 1,70–2,60 mmol/l, Gesamteiweiß im Liquor 180–430 mg/l, Albumin im Liquor <350 mg/l

Leukozyten 46/µl mit lymphozytärem Zellbild, Erythrozyten 300/µl, Glukose im Liquor 50 mg/dl (2,8 mmol/l) (64 % L/S-Quotient), Laktat im Liquor 1,36 mmol/l, Gesamteiweiß im Liquor 233 mg/l, Albuminquotient L/S 3,9. Positive oligoklonale Banden im Serum und Liquor, systemische SyntheseLeukozyten 115/µl mit lymphozytärem Zellbild, Erythrozyten 100/µl, Glukose im Liquor 69 mg/dl (3,8 mmol/l) (42 % L/S-Quotient), Laktat im Liquor 2,56 mmol/l, Gesamteiweiß im Liquor 470 mg/l, Albuminquotient L/S 7,2, oligoklonale Banden im Liquor und zusätzlich identische oligoklonale Banden in Liquor und Serum, intrathekale SyntheseLeukozyten 7/µl mit lymphozytärem Zellbild, Erythrozyten 100/µl, Glukose im Liquor 67 mg/dl (3,7 mmol/l), (65 % L/S-Quotient), Laktat im Liquor 1,68 mmol/l, Gesamteiweiß im Liquor 560 mg/l, Albuminquotient L/S 10,9, negative oligoklonale Banden im Serum und Liquor
Standardisierte BlutuntersuchungenDifferenzialblutbild, Nieren- und Leberwerte, Schilddrüsenwerte einschl. Schilddrüsenantikörpern, Serumeiweißelektrophorese, HIV-Antikörper, Tuberkulose(TB)-QuantiFERON Test, Vaskulitis screen (ANA, Ena-Screen, ANCA-Screen, RF, anti-ds-DNA, C3c, C4, IgG, IgA, IgM)
Standardisierte virologische Untersuchungen

DNA-PCR für Herpes-Simplex-Virus, Varizella-Zoster-Virus, Zytomegalie- und Epstein-Barr-Virus.

Masern-IgG, Röteln-IgG, Herpes-Simplex-Virus-1/2-IgG, Varizella-Zoster-Virus-IgG

Antineuronale AntikörperGAD65, NMDA- und GABA-B-Rezeptor, IgLON5, AMPA‑R Subtyp 2, DPPX, LGI1, CASPR2, Glycinerezeptor, mGluR5, mGluR1, Amphiphysin, CV2/CRMP5, Ma2/Ta, Hu, Ri, Yo, Zic4, Recoverin, Sox1, Titin, DNER/Tr
TherapieDexamethasonMethylprednisolonSpontane Remission
Liquorbefund Normalbefund: Leukozyten <5/µl, Erythrozyten <100/µl, Glukose im Liquor <75 mg/dl (< 4,2 mmol/l), Laktat im Liquor 1,70–2,60 mmol/l, Gesamteiweiß im Liquor 180–430 mg/l, Albumin im Liquor <350 mg/l DNA-PCR für Herpes-Simplex-Virus, Varizella-Zoster-Virus, Zytomegalie- und Epstein-Barr-Virus. Masern-IgG, Röteln-IgG, Herpes-Simplex-Virus-1/2-IgG, Varizella-Zoster-Virus-IgG Die Diagnosestellung wurde gestützt durch: 1. den zeitlichen Zusammenhang zwischen Impfung und Symptombeginn, 2. die charakteristischen Symptome, 3. den Ausschluss anderer Ätiologien und 4. das Ansprechen auf eine immunsuppressive Therapie mit Kortikosteroiden. Nach Ausschluss einer erregerinduzierten Enzephalitis durch umfangreiche Laboruntersuchungen wurden zwei Patienten immunsuppressiv behandelt mit rascher klinischer Besserung. Der dritte Patient lehnte eine immunsuppressive Behandlung ab und besserte sich spontan. Alle Fälle waren charakterisiert durch insgesamt gutartige Verläufe ohne Folgeerscheinungen.

Diskussion

Die Fallserie ist durch das Auftreten von Enzephalitissymptomen innerhalb von 7 bis 11 Tagen nach Impfung gegen SARS-CoV‑2 mit dem Vakzin ChAdOx1 nCoV-19 gekennzeichnet. Postvakzinale Enzephalitiden stellen eine bekannte Entität dar. In einem Erhebungszeitraum von 20 Jahren wurden in den Vereinigten Staaten 1396 Fälle postvakzinaler Enzephalitis nach Impfungen gegen Hepatitis B (354 Fälle), Influenza (208 Fälle), Masern, Mumps und Röteln (208 Fälle) und Haemophilus influenzae Typ B (120 Fälle) berichtet [8]. Bei 708 Patienten (50,7 %) trat die Enzephalitis innerhalb von 14 Tagen nach der Impfung auf. Als Ursache der postvakzinalen Neuroinflammation wird die starke Expression proinflammatorischer Zytokine sowie eine T‑Zell-Reaktion vermutet. Dies wurde auch für den Impfstoff ChAdOx1 nCoV-19 nachgewiesen [2]. Nach der Impfung werden Antigene als potenzielle Krankheitserreger erkannt. Induktion und Transkription zahlreicher Zielgene führt zur Synthese und Freisetzung pyrogener Zytokine in den Blutkreislauf. Diese imitieren die Reaktion einer natürlichen Infektion. Nach Stimulation setzt das Immunsystem eine komplexe Kaskade des genuinen Immunsystems in Gang. Entzündungsmediatoren und -metabolite im Blutkreislauf können andere Körpersysteme beeinträchtigen und systemische Nebenwirkungen hervorrufen. Schließlich wird durch Aktivierung der Mikroglia eine Neuroinflammation verursacht [6]. Über das Auftreten von Enzephalitiden nach einer Impfung mit ChAdOx1 nCoV-19 wird in mehreren öffentlich zugänglichen Datenregistern berichtet (Tab. 2). Insgesamt wurden bisher 102 Enzephalitisfälle bei 106,2 Mio. Impfdosen ChAdOx1 nCoV-19 gemeldet. Anhand der gemeldeten Ereignisse und der in diesem Zeitraum verabreichten Impfungen kann die Inzidenz auf etwa 10 pro 10 Mio. Impfdosen geschätzt werden.
InstitutionZeitraumAnzahl an ImpfdosenBerichtete Anzahl an EnzephalitidenReferenz
Gov.uk04.01.2021 bis 04.08.2021

ChAdOx1 nCoV-19:

24,8 Mio. 1. Dosis

23,8 Mio. 2. Dosis

40 Enzephalitiden

1 Bickerstaff-Enzephalitis

2 autoimmune Enzephalitiden

1 limbische Enzephalitis

7 nichtinfektiöse Enzephalitiden

https://www.gov.uk/
09.12.2020 bis 04.08.2021

Pfizer-BioNTech mRNA-Vakzin (Comirnaty):

20,8 Mio. 1. Dosis

14,7 Mio. 2. Dosis

15 Enzephalitiden

1 autoimmune Enzephalitis

1 limbische Enzephalitis

4 nichtinfektiöse Enzephalitiden

European Medicines Agency (EMA)29.01.2021 bis 10.06.2021

ChAdOx1 nCoV-19:

ca. 46 Mio. Dosen

33 Enzephalitiden

10 ADEM

https://www.ema.europa.eu
Paul-Ehrlich-Institut27.12.2020 bis 30.06.2021

ChAdOx1 nCoV-19:

11,6 Mio. Dosen

18 Enzephalitidenhttps://www.pei.de

Pfizer-BioNTech mRNA-Vakzin (Comirnaty):

54,9 Mio. Dosen

11 Enzephalitiden

COVID-19-Vakzin Moderna (Spikevax):

6,5 Mio. Dosen

Keine Fälle gemeldet

ChAdOx1 nCoV-19: insgesamt 102 Fälle bei 106,2 Mio. Dosen, was einer Inzidenz von ca. 0,10 pro 100.000 entspricht

Pfizer-BioNTech mRNA-Vakzin (Comirnaty): insgesamt 32 Fälle bei 90,4 Mio. Dosen, was einer Inzidenz von ca. 0,04 pro 100.000 entspricht

ChAdOx1 nCoV-19: 24,8 Mio. 1. Dosis 23,8 Mio. 2. Dosis 40 Enzephalitiden 1 Bickerstaff-Enzephalitis 2 autoimmune Enzephalitiden 1 limbische Enzephalitis 7 nichtinfektiöse Enzephalitiden Pfizer-BioNTech mRNA-Vakzin (Comirnaty): 20,8 Mio. 1. Dosis 14,7 Mio. 2. Dosis 15 Enzephalitiden 1 autoimmune Enzephalitis 1 limbische Enzephalitis 4 nichtinfektiöse Enzephalitiden ChAdOx1 nCoV-19: ca. 46 Mio. Dosen 33 Enzephalitiden 10 ADEM ChAdOx1 nCoV-19: 11,6 Mio. Dosen Pfizer-BioNTech mRNA-Vakzin (Comirnaty): 54,9 Mio. Dosen COVID-19-Vakzin Moderna (Spikevax): 6,5 Mio. Dosen ChAdOx1 nCoV-19: insgesamt 102 Fälle bei 106,2 Mio. Dosen, was einer Inzidenz von ca. 0,10 pro 100.000 entspricht Pfizer-BioNTech mRNA-Vakzin (Comirnaty): insgesamt 32 Fälle bei 90,4 Mio. Dosen, was einer Inzidenz von ca. 0,04 pro 100.000 entspricht Eine vergleichbare Analyse des mRNA-Impfstoffs des Pharmaunternehmens Pfizer-BioNTech (Comirnaty) ergab nur 32 gemeldete Enzephalitisfälle bei 90,4 Mio. verabreichten Impfdosen. Die geschätzte Inzidenz liegt damit bei etwa 4 von 10 Mio. Impfdosen, signifikant niedriger im Vergleich zu ChAdOx1 nCoV-19 (ChAdOx1 nCoV-19 vs. Comirnaty; Pearson’s χ2 = 26,4; p < 0,001). Es erfolgte eine Gegenüberstellung der Inzidenzen der möglichen postvakzinalen Enzephalitiden mit spontan auftretenden Enzephalitiden ungeklärter Ätiologie. Dafür war die Definition einer vergleichbaren Zeitspanne erforderlich. In den gemeldeten Impfregisterdaten wurde durch das Robert-Koch-Institut ein Auftreten innerhalb von maximal 91 Tagen nach Impfung berichtet, während die EMA und die englischen Registerdaten keine Zeitspanne benannten. Entsprechend der US-Erhebung von 1396 Enzephalitisfällen mit 50,7 % aller aufgetretenen Fälle innerhalb von 14 Tagen [8] definierten wir dieses Intervall als relevanten Zeitraum nach erfolgter Impfung. Dies entsprach für die in den öffentlich zugänglichen Datenregistern gemeldeten Fälle nach Impfung mit ChAdOx1 nCoV-19 einer Inzidenz der möglichen postvakzinalen Enzephalitis von 5 pro 10 Mio. Impfdosen. Dieser Anzahl wurde die zu erwartende Anzahl spontan auftretender Enzephalitiden ungeklärter Ätiologie entsprechend der britischen Studie mit 75 Fällen pro 5 Mio. Einwohner in einem Zeitraum von 2 Jahren gegenübergestellt [4]. Berechnet auf ein Zeitintervall von 14 Tagen und 10 Mio. Personen wäre somit eine Rate spontan auftretender ungeklärter Enzephalitisfälle von 2,9 pro 10 Mio. Personen zu erwarten. Ein Vergleich zwischen erhobenen Fällen öffentlich zugänglicher Impfregisterdaten mit den Daten einer Studie zu spontan auftretenden Fällen einer Enzephalitis ungeklärter Ätiologie kann als Schätzung der Fälle angesehen werden (Abb. 1). Diese stellt aufgrund der Methodik allerdings keine genaue Analyse dar, was als Limitation dieser Analyse anzusehen ist.
Anzunehmen ist aber, dass nicht alle Fälle gemeldet wurden und daher die tatsächliche Inzidenz der postvakzinalen Enzephalitis höher ist. Eine systematische Erhebung und Meldung mutmaßlicher postvakzinaler Enzephalitiden wäre für eine belastbarere Datenanalyse wünschenswert.

Fazit

Die Komplikation einer Enzephalitis nach einer ChAdOx1 nCoV-19-Impfung ist auf der Basis vorliegender Daten sehr selten. Es finden sich Hinweise, dass das Risiko, eine postvakzinale Enzephalitis zu entwickeln, nach einer Impfung mit ChAdOx1 nCoV-19 leicht erhöht ist. Auch wenn bisher nur der zeitliche Zusammenhang zwischen Impfung und Enzephalitis dargelegt werden kann, sind das gehäufte Auftreten einer Enzephalitis sowie eine unterschiedliche Inzidenz in Abhängigkeit des verwendeten Impfstoffs erkennbar. Eine systematische Erhebung und Meldung auftretender Fälle einer mutmaßlich postvakzinalen Enzephalitis wäre für eine belastbarere Datenanalyse wünschenswert. Der Nutzen der Impfung überwiegt eindeutig die Risiken.
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1.  Causes of encephalitis and differences in their clinical presentations in England: a multicentre, population-based prospective study.

Authors:  Julia Granerod; Helen E Ambrose; Nicholas Ws Davies; Jonathan P Clewley; Amanda L Walsh; Dilys Morgan; Richard Cunningham; Mark Zuckerman; Ken J Mutton; Tom Solomon; Katherine N Ward; Michael Pt Lunn; Sarosh R Irani; Angela Vincent; David Wg Brown; Natasha S Crowcroft
Journal:  Lancet Infect Dis       Date:  2010-10-15       Impact factor: 25.071

2.  Dual Antiplatelet Therapy after PCI in Patients at High Bleeding Risk.

Authors:  Marco Valgimigli; Enrico Frigoli; Dik Heg; Jan Tijssen; Peter Jüni; Pascal Vranckx; Yukio Ozaki; Marie-Claude Morice; Bernard Chevalier; Yoshinobu Onuma; Stephan Windecker; Pim A L Tonino; Marco Roffi; Maciej Lesiak; Felix Mahfoud; Jozef Bartunek; David Hildick-Smith; Antonio Colombo; Goran Stanković; Andrés Iñiguez; Carl Schultz; Ran Kornowski; Paul J L Ong; Mirvat Alasnag; Alfredo E Rodriguez; Aris Moschovitis; Peep Laanmets; Michael Donahue; Sergio Leonardi; Pieter C Smits
Journal:  N Engl J Med       Date:  2021-08-28       Impact factor: 91.245

3.  VITT after ChAdOx1 nCoV-19 Vaccination. Reply.

Authors:  Andreas Greinacher; Linda Schönborn; Thomas Thiele
Journal:  N Engl J Med       Date:  2021-11-03       Impact factor: 91.245

4.  T cell and antibody responses induced by a single dose of ChAdOx1 nCoV-19 (AZD1222) vaccine in a phase 1/2 clinical trial.

Authors:  Katie J Ewer; Jordan R Barrett; Sandra Belij-Rammerstorfer; Adrian V S Hill; Sarah C Gilbert; Andrew J Pollard; Teresa Lambe; Hannah Sharpe; Rebecca Makinson; Richard Morter; Amy Flaxman; Daniel Wright; Duncan Bellamy; Mustapha Bittaye; Christina Dold; Nicholas M Provine; Jeremy Aboagye; Jamie Fowler; Sarah E Silk; Jennifer Alderson; Parvinder K Aley; Brian Angus; Eleanor Berrie; Sagida Bibi; Paola Cicconi; Elizabeth A Clutterbuck; Irina Chelysheva; Pedro M Folegatti; Michelle Fuskova; Catherine M Green; Daniel Jenkin; Simon Kerridge; Alison Lawrie; Angela M Minassian; Maria Moore; Yama Mujadidi; Emma Plested; Ian Poulton; Maheshi N Ramasamy; Hannah Robinson; Rinn Song; Matthew D Snape; Richard Tarrant; Merryn Voysey; Marion E E Watson; Alexander D Douglas
Journal:  Nat Med       Date:  2020-12-17       Impact factor: 53.440

5.  Immediate high-dose intravenous immunoglobulins followed by direct thrombin-inhibitor treatment is crucial for survival in Sars-Covid-19-adenoviral vector vaccine-induced immune thrombotic thrombocytopenia VITT with cerebral sinus venous and portal vein thrombosis.

Authors:  Tilmann Graf; Thomas Thiele; Randolf Klingebiel; Andreas Greinacher; Wolf-Rüdiger Schäbitz; Isabell Greeve
Journal:  J Neurol       Date:  2021-05-22       Impact factor: 4.849

Review 6.  The how's and what's of vaccine reactogenicity.

Authors:  Caroline Hervé; Béatrice Laupèze; Giuseppe Del Giudice; Arnaud M Didierlaurent; Fernanda Tavares Da Silva
Journal:  NPJ Vaccines       Date:  2019-09-24       Impact factor: 7.344

Review 7.  Neurological manifestations of COVID-19 - an approach to categories of pathology.

Authors:  Yana Leven; Julian Bösel
Journal:  Neurol Res Pract       Date:  2021-07-26

Review 8.  Postvaccinal Encephalitis after ChAdOx1 nCov-19.

Authors:  Frédéric Zuhorn; Tilmann Graf; Randolf Klingebiel; Wolf-Rüdiger Schäbitz; Andreas Rogalewski
Journal:  Ann Neurol       Date:  2021-08-13       Impact factor: 11.274

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1.  Diagnosing SARS-CoV-2 vaccination associated rhombencephalitis requires comprehensive work-up and exclusion of differentials.

Authors:  Josef Finsterer; Fulvio A Scorza; Carla A Scorza; Ana C Fiorini
Journal:  Neurol Res Pract       Date:  2022-03-21

2.  LGI-1 encephalopathy following ChAdOx1 nCov-19 vaccination.

Authors:  Tamara Garibashvili; Josef Georg Heckmann
Journal:  Neurol Res Pract       Date:  2022-06-20
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