| Literature DB >> 33785991 |
Andrea Bauer1, Heinrich Dickel2, Thilo Jakob3, Andreas Kleinheinz4, Undine Lippert5, Martin Metz6, Sibylle Schliemann7, Uwe Schwichtenberg8, Petra Staubach9, Eva Valesky10, Nicola Wagner11, Bettina Wedi5, Marcus Maurer12.
Abstract
Entities:
Year: 2021 PMID: 33785991 PMCID: PMC7994058 DOI: 10.1007/s15007-021-4772-2
Source DB: PubMed Journal: Allergo J ISSN: 0941-8849
| 1. Familienanamnese hinsichtlich Quaddeln und Angioödemen → Eine positive Familienanamnese kann auf angeborene Erkrankungen wie autoinflammatorische Syndrome und hereditäres Angioödem (HAE) hinweisen. |
| 2. Zeitpunkt des Krankheitsbeginns → Der Beginn in der frühen Kindheit kann auf angeborene Erkrankungen wie Cryopyrin-assoziierte periodische Syndrome (CAPS) oder HAE hinweisen. |
| 3. Auftreten von Angioödemen ohne dass Quaddeln bestehen → Isoliertes Auftreten von Angioödemen kann auf Bradykinin-vermittelte Angioödemerkrankungen hinweisen, z. B. HAE- oder ACE-Hemmer/ Sartan-induziertes Angioödem. |
| 4. Dauer und Lokalisation von Angioödemen → Für mehrere Tage bestehende Angioödeme, Angioödeme des Larynx oder Abdomens oder Angioödeme, die nicht auf eine Glukokortikoid-Therapie ansprechen, können auf HAE oder andere Bradykinin-vermittelte Angioödemerkrankung hinweisen. |
| 5. Dauer und Folgeerscheinungen von Quaddeln → Lange bestehende Quaddeln (in der Regel > 24 h) oder nachfolgendes Hämatom oder Hyperpigmentierung können auf eine Urtikariavaskulitis hinweisen. |
| 6. Medikamente → Einnahme von ACE-Inhibitor oder Sartanen kann auf ACE-Inhibitor/ Sartan-vermittelte Angioödeme hinweisen. |
| 7. Assoziierte Symptome → Knochen-/Gelenkschmerzen, Entzündungszeichen oder Fieber können auf autoinflammatorische Syndrome hinweisen. |
| 8. Abhängigkeit des Auftretens von Quaddeln und/oder Angioödemen von spezifischen Auslösern → Das ausschließliche Auftreten von Quaddeln und/oder Angioödemen infolge spezifischer Auslöser (z. B. Hautkontakt mit Kälte) weist auf eine chronische induzierbare Urtikaria hin. |
| 9. Frühere Therapie und Ansprechen auf Therapie (inklusive Dosierung und Dauer) → Therapieresistenz kann auf ein autoinflammatorisches Syndrom oder eine Bradykinin-vermittelte Angioödemerkrankungen hinweisen. |
| 10. Frühere Diagnoseverfahren/-ergebnisse |
| 11. Intermittierendes Auftreten der Urtikaria und/oder begleitende Symptome, wie z. B. Magen-Darm-Beschwerden → Dies kann auf eine IgE-vermittelte Nahrungsmittelallergie hinweisen. |

| — Granulomatöse Entzündungen (z. B. Cheilitis granulomatosa, Genitalödeme bei M. Crohn) |
| — Kontakturtikaria, akutes allergisches Kontaktekzem |
| — Luftemphysem (z. B. nach Frakturen, endodontologischen Behandlungen) |
| — Tumore |
| — Ödeme bei Herzinsuffizienz oder chronisch venöse Insuffizienz |
| — Schwangerschaftsödeme und Ödeme bei prämenstruellem Syndrom |

| Generation H1-Antihistaminika | I | II | III |
|---|---|---|---|
| 1. Generation | - | Ketotifen | Clemastin, Diphenhydramin, Promethazin |
| 2. Generation | Azelastin, Bilastin, Desloratadin, Ebastin, Fexofenadin, Levocetirizin, Loratadin, Rupatadin | Cetirizin, Mizolastin | - |
ÄD, Äquivalenzdosis; BAG, Blutalkoholgehalt
| ICD-10-Code | Beschreibung | praktische Umsetzung | |
|---|---|---|---|
| Urtikaria | L50.1 | idiopathische Urtikaria | akute Urtikaria |
| L50.2-.6 + L56.3 | induzierbare Urtikaria (je Ursache) | induzierbare Urtikaria (Kälte, Wärme, etc.) | |
| L50.8 | sonstige Urtikaria — chronisch — rezidivierend, periodisch | als Kodierung für chronische spontane Urtikaria zu bevorzugen | |
| L50.9 | Urtikaria | zur Kodierung nicht empfohlen | |
| Angioödem | T78.3 | angioneurotisches Ödem/Quincke-Ödem | - |
| Pruritus | L29.8 | sonstiger Pruritus | - |
| L29.9 | Pruritus nicht näher bezeichnet | - | |
| zusätzliche Kodierungen | Z72.8 | stark beeinträchtigende Lebenssituation | - |
| Z51.88 | Systemtherapie | - | |
| T88.8 | nur geringe Symptomverbesserung | - | |
Unter ICD, International classification of diseases | |||