| Literature DB >> 33783583 |
H Arnold1, A Beck2, A Mattigk3, M Himmler4, N N Harke5, N von Ostau6, U H Necknig7.
Abstract
BACKGROUND AND OBJECTIVES: In Germany, approximately 1500 female physicians become pregnant each year. This also applies to urologys. The announcement of a pregnancy is often met with ignorance and unanswered questions by chief physicians and colleagues. The aim of this study is to clarify how urological chief physicians assess the current situation and to present liability risks versus health risks.Entities:
Keywords: Maternity Protection Act; Occupational health and safety; Operational activity; Risk assessment workplace; Shortage of junior staff
Mesh:
Year: 2021 PMID: 33783583 PMCID: PMC8008331 DOI: 10.1007/s00120-021-01504-w
Source DB: PubMed Journal: Urologe A ISSN: 0340-2592 Impact factor: 0.639
| Bereiche | Antworten ( |
|---|---|
| 57 (91,9) | |
| 60 (96,8) | |
| 23 (37,1) | |
| 23 (37,1) | |
| 17 (27,4) | |
| 45 (72,6) | |
| 0 | |
Patientenaufnahme (prästationär, stationär) Urodynamik, Spezialsprechstunden Laparoskopische und roboterassistierte Eingriffe Strukturiertes roboterassistiertes Simulatortraining (modulare OP-Ausbildung) Berücksichtigung individueller Gefährdungsbeurteilung Berücksichtigung individueller Entscheidung/Vorstellung der Schwangeren | 13 (21,0) |
an = 62, Mehrfachnennungen möglich
| Unterstützungswünsche der Chefärzt*innen von Arbeitgeberseite | Antworten ( |
|---|---|
| 51 (82,3) | |
| 36 (58,1) | |
| 44 (71,0) | |
Euro- statt VK-Personalbudgets zur flexibleren Planung, klare Beschreibung des Einsatzes, klare rechtliche Beurteilung, da derzeit durch den Betriebsarzt faktisch ein partielles Berufsverbot erfolgt, Umsetzung der Wünsche der Schwangeren in Eigenregie, Wille der Mitarbeiterinnen Schwangerschaft nicht als Krankheit zu sehen | 6 (9,7) |
a n = 62, Mehrfachnennungen möglich
| Impfempfehlungen STIKO für Chirurgiea | Labordiagnostik schwangerschaftsrelevanter Virusinfektionen (TORCH)b |
|---|---|
Masernc Mumpsc Rötelnc Varizellen (Windpocken)c Pertussis (Keuchhusten) Tetanus Diphterie Poliomyelitis (Kinderlähmung) |
STIKO ständige Impfkommission
aOffizielle SARS-CoV-2-Empfehlung („severe acute respiratory syndrome coronavirus 2“) noch ausstehend
bS2k-Leitlinien 093-001
cLebendimpfungen
| Erwachsenenurologie | Kinderurologie |
|---|---|
Hepatitis A + B (Impfung) CMV (Antikörpertiter) Varizellen (Antikörpertiter) Röteln (Antikörpertiter) oder MMR (Impfung) Influenza empfohlen (Impfung) SARS-CoV‑2a empfohlen (Impfung) | Hepatitis A + B (Impfung) CMV (Antikörpertiter) Varizellen (Antikörpertiter) Parvo-B-19 (Antikörpertiter) MMR (2 × Impfung) Pertussis (Impfung) Influenza empfohlen (Impfung) SARS-CoV‑2a empfohlen (Impfung) |
CMV Zytomegalievirus, MMR Mumps-Masern-Röteln (ggf. Zweitimpfung nachzuholen), SARS-CoV‑2 „severe acute respiratory syndrome coronavirus 2“
aAbhängig von zukünftigen Empfehlungen/Impfstatusverlässlichkeit
Transurethrale Resektionen/Enukleationen der Blase/Prostata inkl. Steinentfernung ESWL (sonographische Steineinstellung) Operationen am äußeren Genitale Lasertherapie Inguinale Operation Einlage/Wechsel von Harnleiterschienen/Nephrostomien (bevorzugt sonographisch geführt) Endourologische Steintherapie und Diagnostik Roboterassistierte Eingriffe Laparoskopie |
ESWL extrakorporale Stoßwellenlithotripsie
aDiese Positivliste ist beispielhaft für Interventionen, die nach Erachten der Autor*innen sicher in der Schwangerschaft durchgeführt werden können. Wir empfehlen, dass jede Klinik diese Vorlage an ihre individuellen Gegebenheiten anpasst
bUnter Einhaltung der obligaten Schutzmaßnahmen sowie laut Tab. 6
| Keine stehenden Tätigkeiten über 4 h nach Ablauf des 5. Schwangerschaftsmonats |
| Bereitstellung einer Sitzgelegenheit |
| Die Patientennarkose muss total intravenös (total intravenöse Anästhesie, TIVA) oder in Regionalanästhesie erfolgena |
| Back-up-Operateur*in, damit die schwangere Operateurin den Arbeitsplatz (wenn nötig) verlassen kann |
| Kein regelmäßiges Anheben von Lasten >5 kg oder gelegentliches Anheben >10 kg, z. B. bei der Patientenlagerung oder Mobilisation |
| Eigenschutz zur Infektionsprophylaxe beachten: Tragen von geeigneten Schutzhandschuhen (z. B. doppelte Indikatorhandschuhe), Schutzbrillen (Visier) |
| Verpflichtendes präoperatives Patientenscreening für HCV und HIV (ggf. SARS-CoV‑2b) |
| Keine Tätigkeit in beengtem Operationssitus |
| Keine OP-Tätigkeit mit unterbrochener Sichtkontrolle |
| Einsatz stichsicherer Instrumentarien sofern operationstechnisch möglich |
| Die Röntgenstrahlenexposition des ungeborenen Kindes darf 1 mSv vom Zeitpunkt der Mitteilung der Schwangerschaft bis zu deren Ende nicht überschreiten. Die Messung erfolgt durch ein Zweitdosimeters in Gebärmutterhöhe. Die Strahlenexposition der werdenden Mutter ist arbeitswöchentlich zu ermitteln und ihr mitzuteilen [ |
SARS-CoV‑2 „severe acute respiratory syndrome coronavirus 2“, HCV Hepatitis-C-Virus, HIV humaner Immundefizienzvirus
aDie Wahl des Narkoseverfahrens obliegt der Anästhesie. Bei der Risikoabwägung steht das Patientenwohl im Vordergrund
bAbhängig von zukünftigen Empfehlungen/Impfstatusverlässlichkeit