Literature DB >> 33438061

[Vaccination against SARS-CoV-2 in inflammatory rheumatic diseases : Recommendations of the German Society for Rheumatology for physicians and patients].

C Specker1, H Schulze-Koops2.   

Abstract

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Year:  2021        PMID: 33438061      PMCID: PMC7802998          DOI: 10.1007/s00393-020-00955-4

Source DB:  PubMed          Journal:  Z Rheumatol        ISSN: 0340-1855            Impact factor:   1.372


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Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen, die Ad-hoc-Kommission COVID-19 und der Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie e. V. (DGRh) haben sich mit dem Thema „Impfung gegen SARS-CoV-2“ befasst. Folgende Überlegungen sind dazu gedacht, drängende Fragen zu diesem Thema zu beantworten, Sorgen und Ängste zu nehmen und erste Empfehlungen für Patienten mit entzündlich rheumatischen Erkrankungen auszusprechen. Mit Stand 30.11.2020 gibt es noch keine Daten zur Sicherheit und Effektivität der verschiedenen SARS-CoV-2-Vakzine bei Patienten mit entzündlich rheumatischen Erkrankungen bzw. bei Patienten unter immunsuppressiver/immunmodulierender Therapie. Totimpfstoffe sind bei Patienten mit entzündlich rheumatischen Erkrankungen und bei Patienten unter immunsuppressiver/immunmodulierender Therapie uneingeschränkt einsetzbar. Klassische Totimpfstoffe, die sich in der Entwicklung für eine Impfung gegen SARS-CoV‑2 befinden, sind Vakzine auf der Grundlage adjuvantierter Proteine. Auch Vakzine auf der Grundlage nichtreplizierbarer Vektoren und Vakzine auf der Grundlage von mRNA („mRNA-Vakzine“) sind als Totimpfstoffe anzusehen und dürften daher für Patienten mit entzündlich rheumatischen Erkrankungen und unter immunsuppressiver/immunmodulierender Therapie keine Gefahr darstellen. Lebendimpfstoffe (Vakzine auf der Grundlage attenuierter Viren) sollen bei Patienten mit entzündlich rheumatischen Erkrankungen und bei Patienten unter immunsuppressiver/immunmodulierender Therapie nicht eingesetzt werden. Für „mRNA-Vakzine“ gilt: Es handelt sich nicht um Lebendimpfungen. Es handelt sich nicht um eine Gentherapie. Die mRNA integriert sich nicht in das menschliche Genom, und es werden keinerlei Substanzen mit der Vakzine verabreicht, aus denen der geimpfte Organismus komplette oder infektiöse Viruspartikel zusammensetzen könnte. Eine „mRNA-Vakzine“ führt zur vorübergehenden Produktion von Virusproteinen, gegen die das Immunsystem potenziell protektive Antikörper produzieren kann. Somit kann der Einsatz einer „mRNA-Vakzine“ auch bei Patienten mit entzündlich rheumatischen Erkrankungen und unter immunsuppressiver/immunmodulierender Therapie empfohlen werden. Wenn Patienten mit entzündlich rheumatischen Erkrankungen und Patienten unter immunsuppressiver/immunmodulierender Therapie keinen ausreichend hohen oder lang wirksamen Titer neutralisierender Antikörper aufbauen können, muss eine Auffrischung ggf. früher erfolgen. Dazu werden Daten laufender Impfstudien und -beobachtungen kontinuierlich ausgewertet. Unabhängig von den Überlegungen zu SARS-CoV‑2 sollten Impfungen gegen Pneumokokken und v. a. gegen Influenza gemäß den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission erfolgen, zumal es auch Hinweise dafür gibt, dass Personen, welche gegen Influenza geimpft wurden, ein geringeres Risiko aufweisen, sich mit SARS-CoV‑2 zu infizieren, als nicht gegen Influenza Geimpfte [1]. Aus grundsätzlichen Überlegungen zur Effektivität einer Impfung sollte die Immunsuppression zum Zeitpunkt der Impfung so gering wie möglich sein. Für SARS-CoV‑2 gilt: Das Risiko einer Reaktivierung der rheumatischen Erkrankung nach Absetzen einer immunmodulierenden/immunsuppressiven Therapie zur potenziellen Verbesserung der Impfantwort wird als so erheblich eingeschätzt, dass zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht empfohlen wird, die bestehende immunmodulierende/immunsuppressive Therapie wegen einer Impfung, deren Verfügbarkeit zurzeit nicht flächendeckend garantiert ist, zu verändern. Als Ausnahme gilt hier die Gabe von lang wirksamen B‑Zell-depletierenden Substanzen (Rituximab). Hier sollte unter Abwägung der Gefahr einer Reaktivierung der Grunderkrankung einerseits und der Verbesserung einer potenziellen Impfantwort andererseits ein Pausieren oder die Umstellung auf alternative Therapien erwogen werden. Prof. Dr. Christof Specker für die Ad-hoc-Kommission COVID-19 der DGRh Prof. Dr. Hendrik Schulze-Koops für den Vorstand der DGRh
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1.  Epidemiological evidence for association between higher influenza vaccine uptake in the elderly and lower COVID-19 deaths in Italy.

Authors:  Daniela Marín-Hernández; Robert E Schwartz; Douglas F Nixon
Journal:  J Med Virol       Date:  2020-06-09       Impact factor: 20.693

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Review 1.  Updated recommendations of the German Society for Rheumatology for the care of patients with inflammatory rheumatic diseases in the context of the SARS-CoV-2/COVID-19 pandemic, including recommendations for COVID-19 vaccination.

Authors:  Christof Specker; Peer Aries; Jürgen Braun; Gerd Burmester; Rebecca Fischer-Betz; Rebecca Hasseli; Julia Holle; Bimba Franziska Hoyer; Christof Iking-Konert; Andreas Krause; Klaus Krüger; Martin Krusche; Jan Leipe; Hanns-Martin Lorenz; Frank Moosig; Rotraud Schmale-Grede; Matthias Schneider; Anja Strangfeld; Reinhard Voll; Anna Voormann; Ulf Wagner; Hendrik Schulze-Koops
Journal:  Z Rheumatol       Date:  2021-09-07       Impact factor: 1.372

2.  A survey to evaluate knowledge, perceptions and attitudes toward COVID-19 vaccinations among rheumatologists in Germany.

Authors:  Rebecca Hasseli; Alexander Pfeil; Andreas Krause; Hendrik Schulze-Koops; Ulf Müller-Ladner; Christof Specker
Journal:  Rheumatol Int       Date:  2021-09-08       Impact factor: 2.631

3.  Relapse of microscopic polyangiitis after vaccination against COVID-19: A case report.

Authors:  Edoardo Conticini; Miriana d'Alessandro; Laura Bergantini; Elena Bargagli; Francesco Gentili; Maria Antonietta Mazzei; Luca Cantarini; Bruno Frediani
Journal:  J Med Virol       Date:  2021-07-20       Impact factor: 20.693

Review 4.  [Updated recommendations of the German Society for Rheumatology for the care of patients with inflammatory rheumatic diseases in the context of the SARS-CoV‑2/COVID‑19 pandemic, including recommendations for COVID‑19 vaccination].

Authors:  Christof Specker; Peer Aries; Jürgen Braun; Gerd Burmester; Rebecca Fischer-Betz; Rebecca Hasseli; Julia Holle; Bimba Franziska Hoyer; Christof Iking-Konert; Andreas Krause; Klaus Krüger; Martin Krusche; Jan Leipe; Hanns-Martin Lorenz; Frank Moosig; Rotraud Schmale-Grede; Matthias Schneider; Anja Strangfeld; Reinhard Voll; Anna Voormann; Ulf Wagner; Hendrik Schulze-Koops
Journal:  Z Rheumatol       Date:  2021-08       Impact factor: 1.372

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