| Literature DB >> 29873919 |
Rachel Sommer1, Ulrich Mrowietz2, Marc Alexander Radtke1, Ines Schäfer1, Ralph von Kiedrowski3, Klaus Strömer4, Alexander Enk5, Julia-Tatjana Maul6, Kristian Reich7, Nicole Zander1, Matthias Augustin1.
Abstract
HINTERGRUND: Die Versorgung der Psoriasis vulgaris nimmt in der Dermatologie einen wichtigen Stellenwert ein. Im Zuge der WHO-Resolution 2014 und des WHO Global Reports 2016 hat die öffentliche Aufmerksamkeit für die Psoriasis zugenommen. Unklar ist, wie Psoriasis in der Allgemeinbevölkerung wahrgenommen wird. Ziel ist die Erfassung der Wahrnehmung und Bewertung von Psoriasis in der Bevölkerung. PATIENTEN UND METHODEN: Repräsentative Telefonumfrage mit 2001 Erwachsenen mittels eines standardisierten Fragebogens. Die Auswertungen erfolgten deskriptiv nach Region, Alter, Geschlecht und Bildungsstatus. ERGEBNISSE: Die Begriffe Psoriasis bzw. Schuppenflechte waren 29 % bzw. 86 % der Befragten, bekannt. 93 % schätzten die Krankheit als sehr belastend für die Betroffenen ein, 59 % nahmen an, dass es wirksame Medikamente gegen Schuppenflechte gibt und 9 % hielten diese Erkrankung für ansteckend. 10 % würden nicht mit einer betroffenen Person im Haushalt leben wollen, 23 % nicht mit Betroffenen ins Schwimmbad gehen und 27 % nicht in einer Partnerschaft sein. 12 % gaben an, die WHO-Resolution zur Psoriasis zu kennen, 6 % den Weltpsoriasistag und 3 % die Kampagne "Bitte berühren". SCHLUSSFOLGERUNGEN: Wenngleich einer Mehrheit in der deutschen Bevölkerung die Schuppenflechte bekannt ist, bestehen deutliche Wissensdefizite und teilweise Vorurteile gegenüber dieser Erkrankung. Weitergehende Maßnahmen zur besseren Information und zur Minderung der Stigmatisierung sind notwendig.Entities:
Year: 2018 PMID: 29873919 DOI: 10.1111/ddg.13539_g
Source DB: PubMed Journal: J Dtsch Dermatol Ges ISSN: 1610-0379 Impact factor: 5.584