Literature DB >> 27240061

Konsensuspapier zur symptomorientierten Therapie der chronischen Venenerkrankungen.

Markus Stücker1, Eike Sebastian Debus2, Johannes Hoffmann3, Michael Jünger4, Knut Kröger5, Achim Mumme6, Albert-Adrien Ramelet7, Eberhard Rabe8.   

Abstract

HINTERGRUND: Chronische Venenerkrankungen sind eine Volkskrankheit. Venöse Symptome wie Schwellungs- und Schweregefühl können bereits früh ohne sichtbaren Befund auftreten und werden als belastend erlebt. Ein Fortschreiten im Sinne einer objektivierbaren Varikose bzw. chronischen venösen Insuffizienz schränkt die Lebensqualität erheblich ein. METHODIK: Pubmed-gelistete Publikationen sowie relevante Leitlinien zur Therapie chronischer Venenkrankheiten bilden die Basis der vorliegenden Konsensusempfehlungen. Inkludiert in die Bewertung wurden ausschließlich aussagekräftige randomisierte Studien (RCT) und Übersichtsarbeiten (Reviews/Metaanalysen). ERGEBNISSE: Die symptomorientierte Behandlung chronischer Venenerkrankungen stützt sich auf drei Säulen mit nachgewiesener Wirksamkeit: invasive Therapie, Kompressionstherapie und orale medikamentöse Therapie. Gemäß Empfehlungen aktueller Leitlinien sollte zunächst eine Sanierung des venösen Gefäßbetts erwogen werden, um einen störungsfreien venösen Blutfluss wiederherzustellen und Symptome und pathologische Veränderungen zu beseitigen oder zu bessern. Ist ein invasiver Eingriff nicht möglich bzw. nicht erwünscht oder bestehen nach einem Eingriff noch Restsymptome, gilt es, die symptomatischen Therapieoptionen optimal auszuschöpfen. Kompressionstherapie und medikamentöse Therapie können allein oder in Kombination angewendet werden. Welche Strategie den größten Erfolg verspricht, ist individuell zu entscheiden. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Chronische Venenerkrankungen sollten auf der Basis der individuellen pathophysiologischen Störung behandelt werden. Sie symptomorientierte Behandlung chronischer Venenerkrankungen fußt auf der invasiven Therapie, der Kompressionstherapie und der medikamentösen Therapie. Bei der Indikationsstellung sind objektive Symptome ebenso wie subjektive Beschwerden zu berücksichtigen.
© 2016 Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDG). Published by John Wiley & Sons Ltd.

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Year:  2016        PMID: 27240061     DOI: 10.1111/ddg.13006_g

Source DB:  PubMed          Journal:  J Dtsch Dermatol Ges        ISSN: 1610-0379            Impact factor:   5.584


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1.  [Conservative management of varicosis and postthrombotic syndrome].

Authors:  J Knupfer; S Reich-Schupke; M Stücker
Journal:  Hautarzt       Date:  2018-05       Impact factor: 0.751

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