| Literature DB >> 20300719 |
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Abstract
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Year: 2010 PMID: 20300719 PMCID: PMC7095954 DOI: 10.1007/s00103-010-1028-9
Source DB: PubMed Journal: Bundesgesundheitsblatt Gesundheitsforschung Gesundheitsschutz ISSN: 1436-9990 Impact factor: 1.513
| Medikamente | Komplikationen |
|---|---|
| Lymphopenie und eingeschränkte Granulozytenfunktion durch den hoch dosierten oder prolongierten Einsatz von Glukokortikoiden | |
| Hoch dosiertes Cytarabin (Ara-C) bei Patienten mit akuter myeloischer Leukämie | Sepsis und Pneumonie durch vergrünende Streptokokken [1, 409, 410, 411, 412, 413, 414, 415] |
| Ausgeprägter, anhaltender Mangel an TCD4-Helferzellen nach hoch dosiertem Cyclophosphamid, nach Fludarabin oder 2-CDA (Cladribin) | |
| Persistierender Mangel an Antikörpern nach Rituximab (Anti-CD20) | Reaktivierung einer latenten Hepatitis B [76, 418, 419, 420] |
| Antilymphozyten/-thymozyten-Globulin zur Kontrolle der GVHD nach allogener SCT | EBV-Infektion/-Reaktivierung und lymphoproliferative EBV-assoziierte Erkrankungen [421] |
| Therapie mit Alemtuzumab (Anti-CD52, Campath-1H) | CMV-Reaktivierung [76, 422, 423] |
| Therapie mit monoklonalen Antikörpern gegen TNF oder den TNF-Rezeptor | Reaktivierung einer latenten Tuberkulose [424, 425] |
Koagulase-negative Staphylokokken (CoNS, zum Beispiel
Enterobacteriaceae ( Nonfermenter [
Viren (CMV, HSV, VZV, HHV-6, RSV, HMPV, ADV, Polyomaviren, zum Beispiel BK-Virus) Pilze (siehe oben, sowie Mykobakterien (vor allem Parasiten (zum Beispiel
Vorwiegend bekapselte Bakterien wie Pneumokokken, Viren (siehe oben), seltener: Pilze ( Viren (CMV, HSV, Norovirus, Rotavirus, Adenovirus)
α-hämolysierende (vergrünende) Streptokokken (zum Beispiel
Koagulase-negative Staphylokokken, |
– Granulozytopenie <0,5×109/l (<500/µl) bis zu 10 Tage (analog Leukopenie <1×109/l; <1000/µl) – Mangel an CD4-positiven T-Helfer-Zellen <250/µl (cave: altersentsprechende Normwerte bei Kindern); autologe Stammzelltransplantation bis drei Monate nach intensiver Therapiephase
– Granulozytopenie <0,5×109/l (<500/µl) über mehr als 10 Tage (analog Leukopenie <1×109/l; <1000/µl) – Schwere aplastische Anämie oder Makrophagen-Aktivierungssyndrom während einer intensiven immunsuppressiven Therapie – Allogene Knochenmark- oder/Stammzelltransplantation bis 6 Monate nach Abschluss der intensiven Therapiephase (wichtig: Ausmaß der GVHD und der anhaltenden iatrogenen Immunsuppression) – Akute stationäre Behandlungsphase bei autologer Stammzelltransplantation oder nach Transplantation solider Organe (bis zur Entlassung)
– Allogene KMT/PBSCT in intensiver Therapiephase (bis zum Engraftment = Regeneration der Granulopoese) – Schwere GVHD Grad III oder IV unter intensiver Immunsuppression
|
Enterohämorhagische Leptospiren (Ratten, andere Nagetiere) MRSA (Hunde, Pferde, Schweine)
Lymphozytäre Choriomeningitis-Virus (LCMV) (Mäuse, Meerschweinchen, Hamster) |
| Mögliche Quellen Nahrungsmittel-assoziierter Infektionen | Nicht empfohlen | Empfohlen |
|---|---|---|
| Fleisch inklusive Geflügel, Fisch | Roh oder nicht ausreichend erhitzt | Ausreichend erhitzta (Fleisch im Kern weiß oder braun gebraten, Saft klar) |
| Eier und Eiprodukte | Roh oder nicht ausreichend erhitzt | Pasteurisierte Eiprodukte, ausreichend gekocht (mindestens 8 Minuten) |
| Milchprodukte wie Quark, Käse | Produkte aus nicht pasteurisierter Milch (Rohmilchprodukte) | Pasteurisierte oder ultrahoch-erhitzte Produkte |
| Salat | Salatbar, frei zugänglich | Salat, der sorgfältig gewaschen und frisch zubereitet wurdeb |
| Wasser/Eis | Leitungswasser ungefiltert oder nicht ausreichend erhitzt | Mikrobiologisch kontrolliertes Mineralwasser in Flaschen (mit oder ohne Kohlensäure), Wasser nach 0,2 µm Filtration, ausreichend gekochter Tee (1 Minute sprudelnd kochen) |
| Getrocknete Gewürze, Pfeffer | Gekocht/gebratenc | |
| Früchte und Gemüse | Gewaschen und geschält | |
| Nüsse | Nur erhitzte, vakuumverpackte, geschälte Nüsse, schnell aufbrauchen | |
| Müsli | Großpackung für alle Patienten | Kleine patientenbezogene Gebinde, maximal 1 Woche nutzen. In Risikogruppe 2 und 3 autoklavierte Einzelportionen |
aKerntemperatur über 70°C; bNicht während der akuten (granulozytopenischen) Phase nach Stammzelltransplantation; cZutaten vor dem Kochen/Braten würzen.
– Nur Lebensmittel in unbeschädigten Verpackungen einkaufen – Ablaufdatum kontrollieren – Gekühlte Lebensmittel zuletzt auswählen und in geeigneter Kühltasche transportieren – Rohes Fleisch und rohen Fisch in separater Plastiktüte transportieren
– Kühl lagern (Kühlschrank mit „sauberen“ und „nicht sauberen“ Fächern) – Frisches Fleisch und Fisch innerhalb von zwei Tagen zubereiten – Eingelegtes/gepökeltes Fleisch in 5 Tagen zubereiten – Tiefkühlkost bei minus 18°C lagern – Falls die Kühlung versehentlich unterbrochen wurde (aufgetaute Nahrungsmittel), Tiefkühlkost verwerfen – Tiefkühlgemüse sofort nach dem Auftauen zubereiten. – Fleisch oder Fisch in einem abgedeckten Gefäß im Kühlschrank auftauen – Geöffnete Tiefkühlpackungen am gleichen Tag verbrauchen – Nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums Nahrungsmittel verwerfen – Kühlschrank regelmäßig (mindestens alle 2 Wochen) reinigen.
– Händewaschen mit Seife, ab Risikogruppe 2: Händedesinfektion – Früchte und Gemüse waschen und schälen („putzen“) – Angestoßenes oder verfärbtes Obst verwerfen – Nicht direkt aus einer Flasche oder Tüte trinken – Kreuzkontamination zwischen unsauberen und sauberen Lebensmitteln vermeiden – Küchenutensilien in der Spülmaschine bei 60°C aufbereiten – Küchenhandtücher und Wischlappen täglich erneuern und bei mindestens 60°C in der Waschmaschine waschen. – Geflügel sollte wegen der hohen Kontaminationsrate des Geflügelfleisches mit Salmonellen und – Das Auftauwasser (oft kontaminiert: Salmonellen,
– Eier fest kochen (mindestens 8 Minuten) – Fleisch und Fisch komplett durchgaren oder -braten
– Speisen heiß servieren, kalte Speisen kühlen, bis sie serviert werden – Fertig zubereitete Speisen weniger als 2 h abgedeckt lagern, ggf. erneut erhitzen
– Nur ausreichend erhitzte Speisen auswählen – Nicht von einer Salatbar essen – Keinen Frischkäse aus unpasteurisierter Milch oder andere Rohmilchprodukte essen – Die Speisen nicht mit Pfeffer oder nicht autoklavierten Gewürzen nachwürzen |